Sonntag, 25. März 2018

Kopfküche - Dr. Med. Michael Nehls





Klappentext:
Sie haben es in der Hand: Das Vergessen im Alter ist kein unausweichliches Schicksal. Vielmehr bestimmt unser Lebensstil, ob wir in Demenz versinken oder unseren Ruhestand in bester geistiger Frische genießen können.

Michael Nehls, Arzt, Molekulargenetiker und Ausdauer-Leistungssportler, forscht seit vielen Jahren zu diesem Thema, das Generationen bewegt.
Seine Erkenntnis: Alzheimer ist eine heilbare Mangelkrankheit! Die Empfehlung: Kopfküche – Rezepte für Sinn und Verstand.

Mit seinem Familienrezeptbuch bringt er die aktuellen wissenschaftlichen Ergebnisse direkt auf den Tisch vieler Menschen, die ihre Zukunft in die Hand nehmen möchten. Unterhaltsam und menschlich geschrieben, hoch informativ, spannend zu lesen und dabei einfach nachzukochen – wirksame Alzheimervorbeugung beginnt in der Küche.

Rote-Beete-Salat mit Pinienkernen

Shrimps in Knoblauch-Olivenöl 



Mein Eindruck:
Der Untertitel „50 unvergessliche Rezepte gegen Alzheimer und Co“ ist doppelsinnig und wunderbar passend, und er hat mich neugierig gemacht!
Das ca. 200 Seiten starke Buch bietet in der ersten Hälfte umfassende Informationen zum Thema Alzheimer, Demenz & Co, in der zweiten Hälfte schließt sich ein umfangreicher Rezeptteil an.
Auf den vorderen 83 Seiten behandelt der Autor diverse Themen rund um die genannten Krankheiten. Das reicht von deren Entstehung bis hin zu Vorbeugungsmaßnahmen, auch wird der Zusammenhang zwischen Ernährung und Gesundheitszustand allgemein beleuchtet.
In einem sehr persönlichen Vorwort erzählt Dr. Michael Nehls, wie er zu diesem Thema überhaupt kam. Man merkt schnell, dass der Autor weiß, wovon er schreibt und dass er hier nicht nur ein theoretisches Werk verfasst hat, sondern dass er selbst auch die praktische Umsetzung vorlebt.
Das Buch liest sich leicht und kurzweilig, denn der Autor wendet sich damit nicht rein an Fachleute, sondern er spricht jeden an. Da geht es um die bedeutende Rolle und das Wachstum des Hippocampus, einem Teil des Gehirns, das bei Gedächtnisfunktionen und Erinnerung eine wichtige Rolle spielt. Der Autor berichtet von gesunden und von ungesunden Fettsäuren. Er spricht die Bedeutung der Vitalstoffe bei der täglichen Ernährung an, und er geht auf viele Fakten zum aktuellsten Wissensstand rund um gesunde Ernährung ein. Unter anderem geht es hier auch um das äußerst interessante Thema Intervallfasten, ein Trend, der meines Erachtens Zukunft hat, da das Konzept vernünftig ist und bei vielen Problemen bezüglich der menschlichen Befindlichkeit Hilfe bietet. Da ich diese Ernährungsform seit Anfang des Jahres praktiziere und mich sehr wohl damit fühle, fand ich die Erläuterungen hierzu besonders spannend.
Ich habe die Ausführungen des Autors mit großem Interesse gelesen, denn es ist nicht nur wichtig, was er schreibt, sondern es ist auch sehr angenehm, wie er schreibt! Man hat das Gefühl, Dr. Nehls spricht einen persönlich an.

Rührei mit Kidneybohnen und gebratenen Tomaten

Die anschließenden Rezepte sind übersichtlich gestaltet und alle mit sehr schönen und einladenden Fotos ergänzt. Bei jedem Gericht gibt es auch einen kleinen Steckbrief zu einem wichtigen verwendeten Nahrungsmittel. Ganz nebenbei erfährt man jede Menge über die guten Eigenschaften von Avocado bis Zimt. Es ist spannend zu lesen, was verschiedene Gemüse, Obstsorten, Tees oder Gewürze für unsere Gesundheit tun können. Ich habe inzwischen schon einige der Rezepte ausprobiert und war begeistert. Nicht nur die Zubereitung ist meist recht unkompliziert, sondern die Gerichte schmecken auch sehr lecker. Besonders erwähnen möchte ich auch die relativ kurzen und übersichtlichen Zutatenlisten. Für diese Rezepte muss man nicht auf eine endlose Suche nach exotischen Zutaten gehen, sondern hier geht es darum, möglichst frische und möglichst wenig verarbeitete Zutaten zu einer unkomplizierten und wohlschmeckenden Mahlzeit zu kombinieren, die auch der Gesundheit zuträglich ist.
Selbst wenn man skeptisch ist, ob die gezeigten Rezepte wirklich gut fürs Gehirn sind und dem Gedächtnis langfristig nutzen können, so empfiehlt es sich doch, die vielen Rezepte aus hochwertigen Zutaten einmal auszuprobieren, denn was der Autor hier zeigt, ist nicht nur „Kopfküche“, sondern auf jeden Fall auch „Genussküche“,und ganz sicher profitiert nicht nur der Kopf, sondern der ganze Körper von diesen leckeren und gesunden Gerichten.
Ich habe viele der schönen und leckeren Rezepte inzwischen schon fest in meinen Speiseplan integriert.


⭐⭐⭐⭐⭐

Werbung, da Affilate-Link

Mittwoch, 31. Januar 2018

Die Arthrose-Lüge - Roland Liebscher-Bracht, Dr. med. Petra Bracht


Klappentext:
Arthrose ist die weltweit häufigste Gelenkerkrankung und das Schmerzthema Nr. 1. Viele meinen bis heute, Arthrose sei ein von der Genetik vorbestimmtes, nicht heilbares Schicksal. Die bekannten Schmerzspezialisten Liebscher & Bracht sind überzeugt vom Gegenteil. Neuere Studien beweisen, dass mit gezielter Ernährung und speziell entwickelten Übungen bereits degenerierter Knorpel nachwachsen kann. Auch den vermeintlichen Arthroseschmerz entlarven die anerkannten Therapeuten als Spannungsschmerz des umliegenden Gewebes. Dieses Buch erklärt, wie wir Arthrose wirklich umkehren können. Es bietet ein hochwirksames Regenerationsprogramm mit zahlreichen bebilderten Übungen und ausführlichen Empfehlungen zur richtigen Ernährung.

Mein Eindruck:
Man kann sagen, Probleme mit den Gelenken sind schon fast eine "Volkskrankheit". An allen Ecken und Enden, auch im engsten Verwandten- und Freundeskreis klagen viele über Gelenkschmerzen, Verlust der Beweglichkeit etc. Meist sieht der Leidende nur die Möglichkeit einer Operation, aber selbst ein neues Gelenk bringt oft keine Lösung des Problems. 
Das Autoren-Ehepaar Liebscher-Bracht hat sich das Thema Arthrose sehr intensiv angesehen und neue Behandlungsmethoden entwickelt, die auf den ersten Blick revolutionär anmuten, bei näherer Betrachtung aber absolut logisch und nachvollziehbar wirken. Ich habe vor einiger Zeit die Videos der Autoren auf Youtube entdeckt und mir viele davon angesehen. Nun hat das Ehepaar alle Erkenntnisse zum Thema Arthrose in einem umfangreichen Buch zusammengestellt.
Die erste Hälfte des Buches enthält Erläuterungen zu dieser Krankheit an sich, zu bisherigen Behandlungsmethoden, zu Erklärungen der Medizin, wo der Schmerz her kommt. Es werden Ungereimtheiten erklärt und Missverständnisse ausgeräumt, und die Autoren geben ihren Lesern jede Menge Wissen und Informationen an die Hand, mit deren Hilfe sich der Knorpel regenerieren soll. Das Behandlungskonzept ist eine Kombination aus Ernährungsrichtlinien und sinnvollen Bewegungsübungen. Diese Übungen und auch Anleitungen zu einer Rollmassage findet man in einem dicken Kapitel im Anschluss an den allgemeinen Erklärungsteil. Alle Übungen sind ausführlich in Wort und Bild dargestellt, so dass man eigentlich sofort loslegen kann. Besonders gut gefällt mir an diesen Übungen, dass man die meisten völlig ohne zusätzliche Hilfsmittel ausführen kann. Ab und zu braucht man eine Übungsschlaufe, aber dafür kann gerade am Anfang auch ein Schal eingesetzt werden. Man kann die Empfehlungen im Buch also erst einmal ausprobieren, ohne noch größere Anschaffungen tätigen zu müssen. Ist man überzeugt, kann man sich nach und nach evtl. eine Übungsschlaufe und eine Massagerolle oder einen Massageball zulegen. 
Neben den Bewegungsübungen enthält das Buch auch zahlreiche Rezepte, denn auch die Ernährung spielt eine große Rolle bei Gelenkkrankheiten. Frau Dr. Bracht stellt hier ihre Lieblingsrezepte vor, die alle eines gemeinsam haben: sie verfügen über eine hohe Nährstoffdichte und enthalten reichlich Vitalstoffe. Außerdem findet man in diesem Abschnitt auch die Beschreibungen zu diversen Nahrungsmitteln und Kräutern, die schmerzlindernd wirken können. 

Die Autoren betonen, dass ihr Konzept nicht in ALLEN Fällen anschlägt, aber doch in den meisten. Ausnahmen bestätigen eben auch hier die Regeln. 
Ich selbst habe zwar keine Probleme mit Arthrose, kann also aus meiner persönlichen Sicht auch nicht sagen, ob die empfohlenen Therapien wirklich bei dieser Krankheit anschlagen. Aber ich hatte Ende des letzten Jahres über mehrere Wochen starke Rückenschmerzen und habe langsam damit angefangen, die im Buch beschriebenen Übungen zu machen. Egal welche Ursache meine Beschwerden hatten, die Übungen haben mir geholfen! 

Ich möchte auch noch lobend erwähnen, dass dies ein Sachbuch ist, das sich auch von Laien richtig gut lesen lässt, denn es ist absolut verständlich geschrieben, und ich möchte sogar behaupten, es ist fesselnd. Man muss auch bedenken, dass diese Behandlungsmethoden, die hier aufgezeigt werden, sowohl den Patienten als auch den Krankenkassen viel Geld sparen könnten, denn auch wenn man sich das Buch, die dazu passende Übungs-DVD und alle Massagerollen besorgt, ist das immer noch unvergleichlich günstiger als jede Medikation oder Operation. Wenn man als Patient die Diagnose "Arthrose" bekommt und womöglich als Ausweg nur noch ein künstliches Gelenk sieht, dann kann es ja nicht schaden, erst einmal diesen, viel leichteren Weg zu beschreiten und sich auf die Liebscher-Bracht Therapie einzulassen. Zahlreiche Studien geben dem Autorenehepaar mittlerweile recht, auch wenn dieses Konzept noch weit davon entfernt ist, allgemein anerkannt zu werden. Aber es wäre nicht das erste Mal, dass Mediziner neue Erkenntnisse hatten, die zu Beginn von der Öffentlichkeit als Schmu abgetan wurden, Jahre später aber als anerkannte Fakten galten. Ich bin diesbezüglich immer offen für Neues, vor allem wenn man etwas bewirken kann, ohne dem Körper an anderer Stelle dabei zu schaden. Das Konzept, das in diesem Buch beschrieben wird, geht die Krankheit Arthrose ganzheitlich an, und ich denke, das ist der Weg der Zukunft.


⭐⭐⭐⭐⭐


Werbung, da Affilate-Link zu Amazon

Samstag, 14. Oktober 2017

Meine DIY-Küche - 44 x selbst gemacht von Granola bis Kimchi - Agnes Prus

Von Stiftung Warentest gibt es bereits mehrere dieser hübschen, handlichen Büchlein. Im neuesten geht es um selbst gemachte Dinge aus der Küche. Insgesamt 44 Ideen wurden für dieses Buch zusammengetragen, und es ist sicher für jeden Geschmack etwas dabei. Der Aufwand für die einzelnen Rezepte reicht von „einfach und schnell“ bis hin zu „aufwendig und braucht Zeit“.
Es gibt eine grobe Einteilung, so dass man auf den ersten Blick erkennt, ob ein freier Nachmittag ausreicht, um eines der Rezepte umzusetzen, ob man das Vorhaben lieber auf ein Wochenende verschieben sollte, weil man da mehr Zeit hat oder ob es anzuraten ist, das Projekt im Urlaub umzusetzen, denn manche Sachen brauchen einfach etwas länger zum Reifen, Durchziehen etc.

Gleich zu Beginn erfährt man allerlei Wissenswertes über benötigte Gerätschaften und erhält Einkaufstipps für die Zutaten. Dann geht es auch schon los mit dem umfangreichen Rezeptteil, der mit vielen tollen Fotos der Fotografin Yelda Yilmaz ausgestattet ist.
Agnes Prus, die Autorin, hat hier wirklich tolle Ideen zusammengetragen, die sich zum Teil sehr schnell und einfach umsetzen lassen. Bei allen Rezepten ist der jeweilige Schwierigkeitsgrad angegeben, und man erhält einen Hinweis zum voraussichtlich benötigten Zeitaufwand. Die Herstellung zarter Amarettini, knuspriger Granola oder saftiger Brotaufstriche braucht wenig Zeit und ist auch sehr einfach zu bewerkstelligen. Auch ein feiner Zitronenlikör „Limoncello“ ist im Handumdrehen gemacht, benötigt aber zwischendurch eine längere Ruhezeit.
Hat man ein ganzes Wochenende bzw. zwei Tage zusammenhängend Zeit, kann man sich an ein selbst gemachtes Sauerteigbrot wagen, ein Nussmus, einen Apfelstrudel oder Quittenbrot selber machen.
Das Einlegen von Salzdillgurken oder das Kandieren von Ingwer stellt schon einen größeren Zeitaufwand dar, so dass sich derartige Vorhaben für den Urlaub eignen.

Dass bei jedem Rezept der ungefähre Zeitaufwand erwähnt ist, gefällt mir sehr gut, denn so hat man sofort den Überblick, ob man ausreichend Zeit für ein Projekt mitbringt.
Bei einigen Rezepten ist es ratsam, sich genau an die Vorgaben zu halten, aber andere wiederum laden zum Experimentieren ein, beispielsweise das Zusammenstellen von Teemischungen oder Gewürzsalzen. 


Dass sich viele Rezepte mit relativ wenig verschiedenen Zutaten ausführen lassen, finde ich prima, denn mit einer kleinen, überschaubaren Liste an Zutaten, die auch größtenteils leicht zu bekommen sind, wagen sich auch Einsteiger an so manches Projekt heran.
Da das Format des Büchleins klein und handlich ist, nehme ich es immer wieder gerne zur Hand, sei es, um ein wenig darin zu schmökern oder um etwas aus der reichhaltigen Auswahl auszuprobieren.  

⭐⭐⭐⭐⭐

Für das Rezensionsexemplar bedanke ich mich ganz herzlich bei Vorablesen und der Stiftung Warentest.

Sonntag, 10. September 2017

Zauber-Cakes : 1 Teig - 3 Schichten


Ein Teig - drei Schichten? Das klingt zu schön um wahr zu sein, und ich war gleich neugierig, als ich vom so genannten "Zauberkuchen" zum ersten Mal gehört habe. 
Wie oft wünscht man sich einen Kuchen, der schnell gemacht ist und dabei doch auch raffiniert. Im Buch "Zauberkuchen" von Dr. Oetker bin ich fündig geworden.
Das Grundrezept ist denkbar einfach. Man benötigt nicht allzu viele Zutaten und rührt wirklich nur eine einzige Masse. Wenn man sich bei der Zubereitung an die vorgegebenen Arbeitsschritte hält, kann eigentlich gar nichts schief gehen.
Das Schöne und Besondere an diesem Buch ist, dass alle Rezepte nach dem gleichen Prinzip funktionieren, man aber jede Menge Variationsmöglichkeiten hat. Egal ob man den Zauberkuchen als Blechkuchen zubereitet oder einen Kastenkuchen, eine runde Torte oder Muffins daraus macht, jedes Rezept wirkt wieder völlig anders, und doch sind alle von der Machart im Prinzip gleich. Hat man erst einmal angefangen, entwickelt man schnell Routine, und selbst als Dessert im Glas ist der Zauberkuchen etwas Besonderes.

Beim ersten Durchblättern konnte ich mich kaum entscheiden, denn da gibt es tolle Varianten mit Früchten oder Eierlikör, mit Schokolade, Kokos oder Karamel.
Die Bilder sprechen für sich, und am liebsten hätte ich gleich alle Rezepte durchprobiert. Da gibt es neben wohlklingenden Bezeichnungen wie Schoko-Birnen-Törtchen, Zitrone-Blaubeer-Minis, Bratapfel-Zimt-Kuchen oder Rote-Grütze-Zauberkuchen auch sehr viel Exotisches zum Ausprobieren. Wie wäre es beispielsweise mit einem Ingwer-Zitronengras-Kuchen, einem Sanddorn-Chia-Kuchen oder einem Pistazien-Gojibeeren-Zauberkuchen mit Granatapfelkernen garniert? Das alles klingt richtig lecker, und die Rezepte, die ich bisher ausprobiert habe, sind auch unvergleichlich gut.


Fürs erste habe ich mich für einen Limoncello-Kuchen entschieden. Auf den fertig gebackenen Kuchen kommt hier noch ein Topping aus Sahne, Limoncello und Lemoncurd. Das Ergebnis ist lecker fruchtig, dabei aber nicht allzu süß. Ich mag die herbe Frische des Zitronenlikörs sehr gerne, und in Kombination mit der cremigen Süße des Kuchens war dieses Topping perfekt!
Die Herstellung wird bei allen Rezepten Schritt für Schritt genau erklärt, und das Ergebnis war wirklich erstaunlich; der Teig entwickelt beim Backen verschiedene Schichten, so dass man den Eindruck hat, der Kuchen sei aufgeschnitten und gefüllt worden.



Ein weiterer Kuchen, der nicht nur mich, sondern die ganze Familie begeistert hat, ist der Vanille-Zauberkuchen. Eines der Geheimnisse bei der Zubereitung des Zauberkuchens ist, dass der Eischnee getrennt sehr steif geschlagen und nur ganz locker unter den restlichen Teig gehoben wird, so dass an der Oberfläche noch Flöckchen zu sehen sind.


Im gebackenen Zustand denkt man, ein locker-leichter Biskuit sei mit saftig-cremigem Vanillepudding gefüllt worden. Meine Kaffeegäste haben ganz schön gestaunt, als ich ihnen erzählt habe, dass dies alles nur aus einer einzigen Teigmasse entstanden ist. Dieser Kuchen kam so gut an, dass er innerhalb kürzester Zeit bis auf den letzten Krümel verzehrt war.


Seit ich dieses Buch habe, bin ich zu einem richtigen Zauberkuchen-Fan geworden, denn hier kann man kleine Köstlichkeiten selbst backen, die es so in keiner Bäckerei zu kaufen gibt und die viel aufwendiger erscheinen als sie wirklich sind.


Ein klares Lob von mir für dieses tolle, innovative Backbuch!


⭐⭐⭐⭐⭐



Wichtiger Hinweis: Das von mir hier besprochene Buch ist mittlerweile unter dem Titel "Zauber-Cakes" im Handel. Bei der unterhalb verlinkten Ausgabe handelt es sich um das gleiche Buch mit identischen Rezepten. Vermutlich wurde nur der Name geändert. 

Übrigens findet ihr unter dem Link bei Amazon auch eine ausführliche Leseprobe mit einigen Rezepten zum Ausprobieren und vielen Geling-Tipps. So könnt ihr gleich einmal testen, ob euch diese Art des Kuchenbackens zusagt.

Sonntag, 13. August 2017

Die Ernährungsdocs - "Diabetes"


Vor einem Jahr habe ich bereits das erste Buch der Ernährungsdocs Dr. med. Matthias Riedl, Dr. med. Anne Fleck und Dr. med. Jörn Klasen vorgestellt und für sehr gut befunden. Hier geht es zur damaligen Rezension: Die Ernährungsdocs

Weil mich dieses Buch so überzeugt hat (und immer noch häufig zum Einsatz kommt), hat mich auch das neue Buch interessiert, in dem es ausschließlich um Diabetes geht. Da ich von den Familien beider Elternteile her mit Diabetes vorbelastet bin, interessiert es mich natürlich besonders, ob es eine Möglichkeit gibt, dieses weniger schöne "Erbe" zu umgehen. Da kam mir dieses Konzept "Mit der richtigen Ernährung Diabetes vorbeugen und heilen" gerade recht. 
Dass man durchaus vorbeugen kann, ist einleuchtend, denn ich denke, es ist sicher auch eine Frage des Zuckerkonsums, wie schnell einen die Krankheit ereilt. Aber Diabetes heilen, geht das wirklich? Diese Frage hat mich brennend interessiert, und in ihrem umfangreichen Buch geben die Ernährungsdocs auf diese und viele weitere Fragen umfassende Antworten.

Mit beiden Eltern als Diabetiker wurde ich schon in jungen Jahren mit der Krankheit konfrontiert und habe im Lauf der Zeit auch ein gewisses Grundwissen dazu erworben. Aber beim Lesen dieses Buches wurde ich von einigen revolutionären Gedanken und Erkenntnissen überrascht. Die Docs räumen mit alten Zöpfen in Sachen Ernährung auf und entlarven so manches Ammenmärchen, das sich um die "Zuckerkrankheit" gebildet hat.
Im ersten Teil des Buches wird man auf 51 Seiten umfassend über sinnvolle Maßnahmen und gesunde Ernährung informiert. Was ich hier alles erfahren habe, war überraschend und hat mir Mut gemacht. Diabetes ist kein unausweichliches Schicksal, auch wenn man familiär vorbelastet ist, das wurde mir hier schnell klar. Man sollte sich gerade bei dieser Krankheit nicht auf seinen "schlechten Genen" ausruhen, sondern etwas tun. Auch wenn die Krankheit bereits diagnostiziert wurde, muss man es nicht einfach hinnehmen, eben nun zur großen (und weiter steigenden)  Masse der Diabetiker zu gehören.
Gesunde Ernährung und vernünftige Bewegung sind die Eckpfeiler, auf die man bauen kann, um Diabetes in Schach zu halten.
Ratschläge zum richtigen Essen, zur Rolle der Leber, zu Zuckeraustauschstoffen, Kohlenhydraten, Fett und Eiweiß findet man ebenso wie eine Tabelle mit empfohlenen und weniger empfehlenswerten Lebensmitteln nach LOGI.
Nach dem wissenswerten Teil kommt dann auch schon der schöne Abschnitt, mit über 70 Rezepten, die gesund sind und dabei auch schmecken, denn von einer "Diät" kann hier kaum die Rede sein, betrachtet man die farbenfrohen, appetitlichen Fotos der empfohlenen Gerichte. Egal ob für den großen oder kleinen Hunger, für Vegetarier oder Fleischesser, für Liebhaber herzhafter Gerichte oder Süßschnäbel, hier ist für jeden Geschmack etwas dabei. Es gibt Rezepte für tolle Salate, die auch satt machen, für Gerichte, die man auch gut mitnehmen kann, wenn man unterwegs ist und für schnelle Mahlzeiten, die trotzdem frisch sind und alles bieten, was der Körper braucht. Aber auch aufwändigere Gerichte werden gezeigt, stets mit Hinweisen zum gesundheitlichen Nutzen einzelner Zutaten. So findet man Leckerbissen wie beispielsweise "Lachs mit Blumenkohl-"Couscous" und Sesamsauce, "Hirschgulasch mit Topinamburpüree" oder "Mediterraner Flammkuchen", um nur ein paar davon zu nennen. 
Wer noch die Sprüche von früher kennt, dass man als Diabetiker auf alles Süße verzichten müsse, kann diese Weisheiten durchaus vergessen, denn in diesem Buch wird gezeigt, wie schmackhaft und zugleich gesund auch süße Küche sein kann. Sogar ein paar richtig gute Kuchenrezepte (Mohnküchlein mit Zwetschgenmus und Schoko-Erdbeer-Cheesecake) sind im Rezeptteil enthalten.
Mir gefallen ganz besonders die vielen unkomplizierten Gerichte, die das Buch zu bieten hat. Schnell und einfach, ohne aufwändige Zutaten, kann man eine Mahlzeit zubereiten, die dem Körper gut tut und auch lecker schmeckt.
Ich habe schon einiges ausprobiert und alles bisher für gut befunden. Zum Schluss möchte ich euch meine persönlichen Favoriten zeigen, die sich einen festen Platz in meinem Speiseplan erobert haben:

Strammer Gemüsemax - so schnell, einfach und unkompliziert und dabei oberlecker! 

Bohnen-Puten-Pfanne - ein feines Gericht, das schnell auf den Tisch kommt, schmeckt und richtig gut sättigt.

Gemüsemuffins, lecker, schnell gemacht, gut zu variieren und mit einem frischen Salat dazu ein raffiniertes kleines Abendessen.

Chia-Haferbrei mit Früchten, perfekt als kleines Frühstück, mit verschiedenen Obstsorten auch mal als süße Zwischenmahlzeit, bei mir zurzeit der Renner.

Ich könnte immer so weitermachen und ein Gericht nach dem anderen fotografieren und posten, denn es zeigt sich immer wieder, dass gesundes Essen durchaus nicht langweilig sein muss, sondern vielfältig und bunt daherkommt. Das Buch ist sicher nicht nur für Diabetiker interessant, sondern für alle, die sich für eine abwechslungsreiche und gesunde Küche interessieren.