Samstag, 14. Oktober 2017

Meine DIY-Küche - 44 x selbst gemacht von Granola bis Kimchi - Agnes Prus

Von Stiftung Warentest gibt es bereits mehrere dieser hübschen, handlichen Büchlein. Im neuesten geht es um selbst gemachte Dinge aus der Küche. Insgesamt 44 Ideen wurden für dieses Buch zusammengetragen, und es ist sicher für jeden Geschmack etwas dabei. Der Aufwand für die einzelnen Rezepte reicht von „einfach und schnell“ bis hin zu „aufwendig und braucht Zeit“.
Es gibt eine grobe Einteilung, so dass man auf den ersten Blick erkennt, ob ein freier Nachmittag ausreicht, um eines der Rezepte umzusetzen, ob man das Vorhaben lieber auf ein Wochenende verschieben sollte, weil man da mehr Zeit hat oder ob es anzuraten ist, das Projekt im Urlaub umzusetzen, denn manche Sachen brauchen einfach etwas länger zum Reifen, Durchziehen etc.

Gleich zu Beginn erfährt man allerlei Wissenswertes über benötigte Gerätschaften und erhält Einkaufstipps für die Zutaten. Dann geht es auch schon los mit dem umfangreichen Rezeptteil, der mit vielen tollen Fotos der Fotografin Yelda Yilmaz ausgestattet ist.
Agnes Prus, die Autorin, hat hier wirklich tolle Ideen zusammengetragen, die sich zum Teil sehr schnell und einfach umsetzen lassen. Bei allen Rezepten ist der jeweilige Schwierigkeitsgrad angegeben, und man erhält einen Hinweis zum voraussichtlich benötigten Zeitaufwand. Die Herstellung zarter Amarettini, knuspriger Granola oder saftiger Brotaufstriche braucht wenig Zeit und ist auch sehr einfach zu bewerkstelligen. Auch ein feiner Zitronenlikör „Limoncello“ ist im Handumdrehen gemacht, benötigt aber zwischendurch eine längere Ruhezeit.
Hat man ein ganzes Wochenende bzw. zwei Tage zusammenhängend Zeit, kann man sich an ein selbst gemachtes Sauerteigbrot wagen, ein Nussmus, einen Apfelstrudel oder Quittenbrot selber machen.
Das Einlegen von Salzdillgurken oder das Kandieren von Ingwer stellt schon einen größeren Zeitaufwand dar, so dass sich derartige Vorhaben für den Urlaub eignen.

Dass bei jedem Rezept der ungefähre Zeitaufwand erwähnt ist, gefällt mir sehr gut, denn so hat man sofort den Überblick, ob man ausreichend Zeit für ein Projekt mitbringt.
Bei einigen Rezepten ist es ratsam, sich genau an die Vorgaben zu halten, aber andere wiederum laden zum Experimentieren ein, beispielsweise das Zusammenstellen von Teemischungen oder Gewürzsalzen. 


Dass sich viele Rezepte mit relativ wenig verschiedenen Zutaten ausführen lassen, finde ich prima, denn mit einer kleinen, überschaubaren Liste an Zutaten, die auch größtenteils leicht zu bekommen sind, wagen sich auch Einsteiger an so manches Projekt heran.
Da das Format des Büchleins klein und handlich ist, nehme ich es immer wieder gerne zur Hand, sei es, um ein wenig darin zu schmökern oder um etwas aus der reichhaltigen Auswahl auszuprobieren.  

⭐⭐⭐⭐⭐

Für das Rezensionsexemplar bedanke ich mich ganz herzlich bei Vorablesen und der Stiftung Warentest.

Sonntag, 10. September 2017

Zauber-Cakes : 1 Teig - 3 Schichten


Ein Teig - drei Schichten? Das klingt zu schön um wahr zu sein, und ich war gleich neugierig, als ich vom so genannten "Zauberkuchen" zum ersten Mal gehört habe. 
Wie oft wünscht man sich einen Kuchen, der schnell gemacht ist und dabei doch auch raffiniert. Im Buch "Zauberkuchen" von Dr. Oetker bin ich fündig geworden.
Das Grundrezept ist denkbar einfach. Man benötigt nicht allzu viele Zutaten und rührt wirklich nur eine einzige Masse. Wenn man sich bei der Zubereitung an die vorgegebenen Arbeitsschritte hält, kann eigentlich gar nichts schief gehen.
Das Schöne und Besondere an diesem Buch ist, dass alle Rezepte nach dem gleichen Prinzip funktionieren, man aber jede Menge Variationsmöglichkeiten hat. Egal ob man den Zauberkuchen als Blechkuchen zubereitet oder einen Kastenkuchen, eine runde Torte oder Muffins daraus macht, jedes Rezept wirkt wieder völlig anders, und doch sind alle von der Machart im Prinzip gleich. Hat man erst einmal angefangen, entwickelt man schnell Routine, und selbst als Dessert im Glas ist der Zauberkuchen etwas Besonderes.

Beim ersten Durchblättern konnte ich mich kaum entscheiden, denn da gibt es tolle Varianten mit Früchten oder Eierlikör, mit Schokolade, Kokos oder Karamel.
Die Bilder sprechen für sich, und am liebsten hätte ich gleich alle Rezepte durchprobiert. Da gibt es neben wohlklingenden Bezeichnungen wie Schoko-Birnen-Törtchen, Zitrone-Blaubeer-Minis, Bratapfel-Zimt-Kuchen oder Rote-Grütze-Zauberkuchen auch sehr viel Exotisches zum Ausprobieren. Wie wäre es beispielsweise mit einem Ingwer-Zitronengras-Kuchen, einem Sanddorn-Chia-Kuchen oder einem Pistazien-Gojibeeren-Zauberkuchen mit Granatapfelkernen garniert? Das alles klingt richtig lecker, und die Rezepte, die ich bisher ausprobiert habe, sind auch unvergleichlich gut.


Fürs erste habe ich mich für einen Limoncello-Kuchen entschieden. Auf den fertig gebackenen Kuchen kommt hier noch ein Topping aus Sahne, Limoncello und Lemoncurd. Das Ergebnis ist lecker fruchtig, dabei aber nicht allzu süß. Ich mag die herbe Frische des Zitronenlikörs sehr gerne, und in Kombination mit der cremigen Süße des Kuchens war dieses Topping perfekt!
Die Herstellung wird bei allen Rezepten Schritt für Schritt genau erklärt, und das Ergebnis war wirklich erstaunlich; der Teig entwickelt beim Backen verschiedene Schichten, so dass man den Eindruck hat, der Kuchen sei aufgeschnitten und gefüllt worden.



Ein weiterer Kuchen, der nicht nur mich, sondern die ganze Familie begeistert hat, ist der Vanille-Zauberkuchen. Eines der Geheimnisse bei der Zubereitung des Zauberkuchens ist, dass der Eischnee getrennt sehr steif geschlagen und nur ganz locker unter den restlichen Teig gehoben wird, so dass an der Oberfläche noch Flöckchen zu sehen sind.


Im gebackenen Zustand denkt man, ein locker-leichter Biskuit sei mit saftig-cremigem Vanillepudding gefüllt worden. Meine Kaffeegäste haben ganz schön gestaunt, als ich ihnen erzählt habe, dass dies alles nur aus einer einzigen Teigmasse entstanden ist. Dieser Kuchen kam so gut an, dass er innerhalb kürzester Zeit bis auf den letzten Krümel verzehrt war.


Seit ich dieses Buch habe, bin ich zu einem richtigen Zauberkuchen-Fan geworden, denn hier kann man kleine Köstlichkeiten selbst backen, die es so in keiner Bäckerei zu kaufen gibt und die viel aufwendiger erscheinen als sie wirklich sind.


Ein klares Lob von mir für dieses tolle, innovative Backbuch!


⭐⭐⭐⭐⭐



Wichtiger Hinweis: Das von mir hier besprochene Buch ist mittlerweile unter dem Titel "Zauber-Cakes" im Handel. Bei der unterhalb verlinkten Ausgabe handelt es sich um das gleiche Buch mit identischen Rezepten. Vermutlich wurde nur der Name geändert. 

Übrigens findet ihr unter dem Link bei Amazon auch eine ausführliche Leseprobe mit einigen Rezepten zum Ausprobieren und vielen Geling-Tipps. So könnt ihr gleich einmal testen, ob euch diese Art des Kuchenbackens zusagt.

Sonntag, 13. August 2017

Die Ernährungsdocs - "Diabetes"


Vor einem Jahr habe ich bereits das erste Buch der Ernährungsdocs Dr. med. Matthias Riedl, Dr. med. Anne Fleck und Dr. med. Jörn Klasen vorgestellt und für sehr gut befunden. Hier geht es zur damaligen Rezension: Die Ernährungsdocs

Weil mich dieses Buch so überzeugt hat (und immer noch häufig zum Einsatz kommt), hat mich auch das neue Buch interessiert, in dem es ausschließlich um Diabetes geht. Da ich von den Familien beider Elternteile her mit Diabetes vorbelastet bin, interessiert es mich natürlich besonders, ob es eine Möglichkeit gibt, dieses weniger schöne "Erbe" zu umgehen. Da kam mir dieses Konzept "Mit der richtigen Ernährung Diabetes vorbeugen und heilen" gerade recht. 
Dass man durchaus vorbeugen kann, ist einleuchtend, denn ich denke, es ist sicher auch eine Frage des Zuckerkonsums, wie schnell einen die Krankheit ereilt. Aber Diabetes heilen, geht das wirklich? Diese Frage hat mich brennend interessiert, und in ihrem umfangreichen Buch geben die Ernährungsdocs auf diese und viele weitere Fragen umfassende Antworten.

Mit beiden Eltern als Diabetiker wurde ich schon in jungen Jahren mit der Krankheit konfrontiert und habe im Lauf der Zeit auch ein gewisses Grundwissen dazu erworben. Aber beim Lesen dieses Buches wurde ich von einigen revolutionären Gedanken und Erkenntnissen überrascht. Die Docs räumen mit alten Zöpfen in Sachen Ernährung auf und entlarven so manches Ammenmärchen, das sich um die "Zuckerkrankheit" gebildet hat.
Im ersten Teil des Buches wird man auf 51 Seiten umfassend über sinnvolle Maßnahmen und gesunde Ernährung informiert. Was ich hier alles erfahren habe, war überraschend und hat mir Mut gemacht. Diabetes ist kein unausweichliches Schicksal, auch wenn man familiär vorbelastet ist, das wurde mir hier schnell klar. Man sollte sich gerade bei dieser Krankheit nicht auf seinen "schlechten Genen" ausruhen, sondern etwas tun. Auch wenn die Krankheit bereits diagnostiziert wurde, muss man es nicht einfach hinnehmen, eben nun zur großen (und weiter steigenden)  Masse der Diabetiker zu gehören.
Gesunde Ernährung und vernünftige Bewegung sind die Eckpfeiler, auf die man bauen kann, um Diabetes in Schach zu halten.
Ratschläge zum richtigen Essen, zur Rolle der Leber, zu Zuckeraustauschstoffen, Kohlenhydraten, Fett und Eiweiß findet man ebenso wie eine Tabelle mit empfohlenen und weniger empfehlenswerten Lebensmitteln nach LOGI.
Nach dem wissenswerten Teil kommt dann auch schon der schöne Abschnitt, mit über 70 Rezepten, die gesund sind und dabei auch schmecken, denn von einer "Diät" kann hier kaum die Rede sein, betrachtet man die farbenfrohen, appetitlichen Fotos der empfohlenen Gerichte. Egal ob für den großen oder kleinen Hunger, für Vegetarier oder Fleischesser, für Liebhaber herzhafter Gerichte oder Süßschnäbel, hier ist für jeden Geschmack etwas dabei. Es gibt Rezepte für tolle Salate, die auch satt machen, für Gerichte, die man auch gut mitnehmen kann, wenn man unterwegs ist und für schnelle Mahlzeiten, die trotzdem frisch sind und alles bieten, was der Körper braucht. Aber auch aufwändigere Gerichte werden gezeigt, stets mit Hinweisen zum gesundheitlichen Nutzen einzelner Zutaten. So findet man Leckerbissen wie beispielsweise "Lachs mit Blumenkohl-"Couscous" und Sesamsauce, "Hirschgulasch mit Topinamburpüree" oder "Mediterraner Flammkuchen", um nur ein paar davon zu nennen. 
Wer noch die Sprüche von früher kennt, dass man als Diabetiker auf alles Süße verzichten müsse, kann diese Weisheiten durchaus vergessen, denn in diesem Buch wird gezeigt, wie schmackhaft und zugleich gesund auch süße Küche sein kann. Sogar ein paar richtig gute Kuchenrezepte (Mohnküchlein mit Zwetschgenmus und Schoko-Erdbeer-Cheesecake) sind im Rezeptteil enthalten.
Mir gefallen ganz besonders die vielen unkomplizierten Gerichte, die das Buch zu bieten hat. Schnell und einfach, ohne aufwändige Zutaten, kann man eine Mahlzeit zubereiten, die dem Körper gut tut und auch lecker schmeckt.
Ich habe schon einiges ausprobiert und alles bisher für gut befunden. Zum Schluss möchte ich euch meine persönlichen Favoriten zeigen, die sich einen festen Platz in meinem Speiseplan erobert haben:

Strammer Gemüsemax - so schnell, einfach und unkompliziert und dabei oberlecker! 

Bohnen-Puten-Pfanne - ein feines Gericht, das schnell auf den Tisch kommt, schmeckt und richtig gut sättigt.

Gemüsemuffins, lecker, schnell gemacht, gut zu variieren und mit einem frischen Salat dazu ein raffiniertes kleines Abendessen.

Chia-Haferbrei mit Früchten, perfekt als kleines Frühstück, mit verschiedenen Obstsorten auch mal als süße Zwischenmahlzeit, bei mir zurzeit der Renner.

Ich könnte immer so weitermachen und ein Gericht nach dem anderen fotografieren und posten, denn es zeigt sich immer wieder, dass gesundes Essen durchaus nicht langweilig sein muss, sondern vielfältig und bunt daherkommt. Das Buch ist sicher nicht nur für Diabetiker interessant, sondern für alle, die sich für eine abwechslungsreiche und gesunde Küche interessieren.

Sonntag, 16. April 2017

Freitag, 24. März 2017

Mal wieder gebastelt

Meine Vorräte an Karten gingen zur Neige, und so war es mal wieder an der Zeit, ein wenig zu basteln, und in den letzten Tagen sind einige neue Grußkarten entstanden. "Stampin Up" ist ja ein Dauerbrenner, was das Bastelmaterial betrifft, und so ganz kann ich mich dem "Virus" nicht entziehen, denn die Produkte sind einfach toll. Besonders gut gefällt mir, dass man alles aufeinander abstimmen kann. Ein paar Sachen von Stampin Up sind daher auch bei mir eingezogen, aber ich wähle sehr gezielt, denn ich habe ja noch viele Vorräte an Bastelmaterial im Haus. Die folgenden Karten sind bunt kombiniert, Material aus meinen älteren Vorräten, das ich mit neuen Stempeln, Stanzern etc. ergänzt habe.


Bei der linken Karte habe ich mit einem Eckstanzer gearbeitet, den ich schon lange in Verwendung habe und den ich immer noch liebe. Die Blümchen sind mit einer Kombination aus Stempel und Stanze (Stempel "Petite Petals" und Stanzer "Kleine Blüte" von Stampin Up) entstanden. Das blaue Papier und auch die Stempelfarbe sind aus meinem Fundus, der Hintergrund ist ganz zart mit einem hellen Blau und "Savanne" von Stampin Up bestempelt.
Für die mittlere Karte habe ich ausschließlich älteres Material verwendet. Ich hatte den Stempelabdruck schon länger gemacht und habe nun neue Farbstifte zum Kolorieren ausprobiert. 
Die rechte Karte ist mit zwei verschiedenen Blautönen an Tonkarton und Stempelfarbe gemacht. Für den Hintergrund und die 3D-Blüte habe ich einen Stempel aus dem Stampin Up Set "Nature's Perfection" verwendet.


Inspirationen suche ich gerne auf Pinterest, und so ist die Karte oben links entstanden, mit meinen beiden Schmetterlings-Stanzen, die ich schon viele Jahre habe, einem Hintergrundstempel mit unregelmäßigen kleinen Pünktchen ("Rettungsstempel" von eingebrannt.de) Der Labelstanzer ist von Artemio.

Der Stempel, den ich unten links verwendet habe, ist schon länger in meinem Besitz, und wenn ich mich nicht irre, müsste er zu dem Stampin Up Set "Mostly Flowers" gehören. Ich habe ihn vor einiger Zeit mal ertauscht und nun endlich einmal verwendet. 

Auch die Blüten und der Vogel auf der rechten Karte sind aus einem Set von Stampin Up: "Sommermorgen".

Zwei weitere Karten in Lilatönen:
Für die linke Karte habe ich einen Silikonstempel aus meiner Sammlung verwendet und damit auf farbigem Tonpapier gestempelt.

Die rechte Karte ist komplett mit dem Stempelset "Sommermorgen" entstanden und mit Glitzersteinchen, ausgestanzten Schmetterlingen und farblich passendem Klebestreifen ergänzt.

Sonntag, 5. Februar 2017

Italienische Leckerbissen - herzhaft & süß von Alfons Schuhbeck und Angelika Schwalber

Eigentlich wollte ich euch dieses Buch bereits im Dezember vorstellen, denn bis Ende Januar liefen die Sendefolgen dazu im Bayerischen Fernsehen. Aber wie das Leben oft so spielt, wurden mir einige Hindernisse in den Weg gestellt. 
Das fing schon mit einem fiesen Infekt an, den ich mir Mitte Dezember zugezogen hatte und der mich erst einmal außer Gefecht gesetzt hat. Selbst während der Feiertage war ich noch nicht völlig wieder hergestellt, und dann kam schon das nächste Problem. Zwei Tage vor Jahreswechsel hatten wir einen Wasserschaden im Haus, und seitdem ist meine Küche alles andere als wohnlich. Da ich einen Schrank ausräumen und abhängen musste, fehlt mir hinten und vorne der Platz, und das Kochen und Backen gestaltet sich entsprechend umständlich. Darum beschränke ich mich auf möglichst einfache Sachen und auf das Allernötigste, was Küchenarbeiten angeht. Da sich inzwischen herausgestellt hat, das der momentane Zustand sich auch in den nächsten drei Wochen kaum ändern wird, möchte ich nun doch nicht länger warten und euch das schöne Buch endlich vorstellen. Leider habe ich es bisher nur geschafft, ein Gericht daraus nachzukochen, bevor die oben geschilderten Ereignisse eintraten. Ich bitte daher auch um euer Verständnis, dass ich nur ein Foto präsentieren kann.  Wenn in meiner Küche wieder alles in Ordnung ist, werde ich auf jeden Fall das eine oder andere Gericht noch zeigen.


Die Sendung "Herzhaft und süß" ist sicher hinreichend bekannt, und ich sehe mir das erfolgreiche Duo immer sehr gerne an. Da ich sowohl gerne herzhaft als auch süß esse und entsprechende Gerichte zubereite, gefällt mir das Zusammenspiel von Alfons Schuhbeck und Angelika Schwalber sehr gut.
Dass es hier auch noch um die italienische Küche geht, der ich sehr zugetan bin, ist ein zusätzliches "Schmankerl". 
Aber nun ein paar Details zum Begleitbuch der Sendungen:
Das Cover ist ein bisschen "retro" und liegt damit voll im Trend. Man erkennt auf den ersten Blick mit wem man es hier in der Küche zu tun hat, und das italienische Ambiente ist auch sehr schön dargestellt.
Der Titel weist gleich auf die Aufteilung des Buches hin, denn da gibt es zwei große Abschnitte, einen mit Alfons Schuhbecks herzhaften Gerichten und ein Kapitel mit Angelika Schwalbers süßen Verführungen. Es schließen sich ein alphabetisches Rezeptregister und ein Glossar mit den Erklärungen der speziell benutzten Begriffe an. Auch gibt es hier Hinweise zu den einzelnen Sendungen. Die sind zwar leider bereits gelaufen, aber zum Glück kann man sie sich nach wie vor in der Mediathek des BR-Fernsehens anschauen. 
Das mache ich auch gerne, wenn mich ein Rezept interessiert und ich mir optische Anregungen holen möchte, denn das Buch bietet zwar sehr viele wunderschöne, ganzseitige und brillant gemachte Fotos, aber eben leider nicht zu allen Rezepten. 
Man findet eine Fülle an italienischen Leckerbissen im Buch. Da sind einerseits Klassiker vertreten, wie beispielsweise Spaghetti Vongole, Fritto Misto oder Pizza bianca o rosso im herzhaften Bereich oder Südtiroler Apfelstrudel, Panettone und Cantuccini bei den süßen Spezialitäten. Aber ich habe hier auch Gerichte und Abwandlungen entdeckt, die ich in dieser Art bisher noch nicht kennengelernt hatte, wie beispielsweise den Wurstsalat Bologna oder die "Gnocchi Alfonso". Angelika Schwalber zeigt mit ihrer "Torta Cabrese" oder ihrem "Tiramisu Pfirsich-Melba" raffinierte Varianten zu beliebten und bekannten Desserts. Ihre süße Focaccia mit Aprikosen und Thymian steht ganz oben auf meiner Favoritenliste, und ich werde das Rezept ganz sicher ausprobieren, sobald meine Küche wieder in Schuss ist. Die zahlreichen Farbfotos im Buch sorgen dafür, dass einem bereits beim Durchblättern das Wasser im Mund zusammenläuft. 

Sehr gut gefallen mir auch die vielen Informationen, die es zu einzelnen Gerichten und Lebensmitteln gibt. Hier findet man beispielsweise einiges zur Geschichte der Tramezzini und erfährt, wie die Südtiroler Ricotta-Spinat-Knödel zu ihrem Namen "Priesterwürger" gekommen sind. Im süßen Teil erläutert Angelika Schwalber viel Wissenswertes über italienischen Kaffee und dazu, was man unter "Gianduja" versteht. Auch den saftigen Zitronen ist eine Doppelseite gewidmet, und hier gibt es sogar ein Rezept für selbst gemachten Limoncello. Ich liebe diesen herb-süßen Zitronenlikör, der besonders im Sommer auf Eis ein Genuss ist, und nach der Anleitung im Buch werde ich mich sicher auch einmal daran versuchen, ihn selbst herzustellen.

Ausprobiert und für sehr lecker befunden habe ich bisher die Kalbsleber in Rosmarin-Balsamico-Sauce, mit Polentapüree angerichtet. Ich habe mich genau ans Rezept gehalten, lediglich die Pilze musste ich weglassen, denn da hatte ich gerade keine im Haus. Das hat aber dem Genuss keinen Abbruch getan. Es ist ein tolles Gericht, das ich sicher nicht nur einmal zubereitet habe! 


Alles in allem gefällt mir das Buch richtig gut, und es liefert mir jede Menge an Inspirationen für meine Küche. Weitere Fotos zu anderen Rezepten werde ich zu gegebener Zeit noch ergänzen, versprochen!!!

Herzlichen Dank an den ZS-Verlag für das Rezensionsexemplar.



Mittwoch, 11. Januar 2017

Kleine Nachlese

Das erste Drittel des Januar ist schon wieder um, und so langsam kehrt wieder Ruhe und Alltag ein. Zwar sind die Auswirkungen unseres Wasserschadens noch nicht behoben, aber ich hoffe, das wird in den nächsten Tagen erfolgen.
Heute habe ich nun endlich Zeit, euch zu zeigen, was ich während der vergangenen Adventszeit gemacht habe. Daher ein kurzer Überblick über Neuigkeiten aus meiner Bastelstube.
Ich  muss dazu sagen, dass ich fast zwei Wochen wegen Krankheit ausgefallen bin und mich ganz schön ranhalten musste, die als Weihnachtsgeschenke gedachten Socken rechtzeitig fertig zu stellen. Aber ich habe es glücklicherweise geschafft. Da die Empfänger beide ständig unter kalten Füßen leiden, habe ich diesmal extra dicke Sockenwolle verwendet. Inzwischen sind die Socken verschenkt, und ich hoffe, dass ich dadurch ein klein wenig zum Wohlbefinden der Trägerinnen beitragen kann, denn ich finde ja, es gibt nichts Schlimmeres als kalte Füße. 



Die linken Socken sind aus Lana Grossa Sportwolle 8-fach mit der Farb-Nummer 9614. Die rechten Socken habe ich aus Online Supersocke Home Color gestrickt. Diese Wolle ist ebenfalls 8-fädig, und die Farbe hat die Nummer 1851. Beide Wollqualitäten sind schön weich und haben sich gut verarbeiten lassen. Gestrickt habe ich die Socken jeweils mit Herzchenferse und Sternspitze. Das hat sich für mich als besonders praktisch und haltbar erwiesen. 


Zwischen den Jahren sind dann noch ein paar Kuschelsocken für mich selbst entstanden. Spätestens, wenn die Temperaturen unter Null krabbeln, neige auch ich zu kalten Füßen und ziehe sogar ab und zu Socken ins Bett an. Dafür sind diese Söckchen bestens geeignet. Das unregelmäßige Strickbild ist durch das Garn bedingt, denn ich habe diese Socken aus "Regia Air" in der Farbe 02661 "Perle meliert" gestrickt. Wie der Name schon sagt, ist diese Wolle besonders luftig und leicht und hält die Wärme besonders gut. 




Ende des vergangenen Jahres wurde mir dieser BLOKPOD Acrylbehälter angeboten, ob ich den testen möchte. Er ist ursprünglich für Bausteine gedacht, denn es sind zwei Einlageböden mit verschieden großen Gitteröffnungen dabei, wie auf dem Foto zu sehen. Das Prinzip wäre, die Bausteinchen alle oben in den Behälter zu werfen, und sie sollen sich dann quasi selbst sortieren, indem die Kleinteile immer weiter nach unten durchrutschen, so dass man im unteren Behälter die winzigen Teile, in der Mitte die mittelgroßen und oben die großen Bauelemente hat. Das konnte ich zwar nicht ausprobieren, aber der Behälter ist auch für viele andere Zwecke interessant. Man kann beispielsweise seine Kosmetikartikel darin verwahren, aber auch für die Wollvorräte ist das Teil sehr schön zu nutzen. Ich kann meine Wolle auf drei Etagen sortiert verwahren, beispielsweise könnte ich nach Garnstärke ordnen oder auch nach Farben. Die drei Etagen lassen sich übrigens auseinander nehmen. Dazu sind seitlich kleine Kerben angebracht, die ineinander greifen und durch einen Dreh zusammengesteckt werden können. Ich gebe zu, beim ersten Mal habe ich ziemlich gekämpft und musste sogar meinen Mann zur Hilfe holen, weil die Verschlüsse so fest saßen. Wir haben es dann so gelöst, dass einer gehalten und der andere gedreht hat, und dann haben wir die Teile mit vereinten Kräften trennen können. Allerdings hat sich das Problem inzwischen gelöst, denn wenn man die Verschlüsse einige Male benutzt hat, sitzen sie nicht mehr so stramm. Bis auf diesen etwas schwierigen Einstieg finde ich die Box inzwischen sehr praktisch, und mit schöner Wolle gefüllt, ist sie auch noch dekorativ. Man kann sie übrigens auch ohne Zwischenböden, quasi als große "Tonne" verwenden.




Ich muss gestehen, dass ich durch meinen "Totalausfall" im Dezember gar keine Weihnachtskarten selbst gebastelt und verschickt habe. Da lief diesmal das Notfallprogramm, und ich habe ein paar Karten online verschickt.



Aber nach den Weihnachtstagen stand schon gleich zum Jahresbeginn ein 80. Geburtstag an, für den ich ein Kärtchen gebastelt habe. Das Kränzchen habe ich aus lauter kleinen Stanzteilen zusammengeklebt, und als Hintergrund habe ich ein Stück goldfarbene Faserseide verwendet.



Auch ein Kärtchen für den Vorrat ist entstanden, denn Geburtstagskarten braucht man ja eigentlich immer. Die Idee hatte ich, als ich eine Karte in ähnlicher Art bei Pinterest gesehen habe, nur waren da andere Blüten verwendet, und die Blätter waren gestempelt, wenn ich mich recht erinnere. Ich habe hauptsächlich mit Stanzteilchen gearbeitet. Die größeren Blüten sind in das weiße Papier gestanzt, so dass der Hintergrund durchscheint. Die kleinen Blüten und Blätter sind aus buntem Tonpapier gestanzt und aufgeklebt. Für die Blütenmitte konnte ich endlich mein neues Sortiment an Schmucksteinen ausprobieren, und ich finde es prima. Auf der Trägerfolie sind insgesamt 900 Schmucksteine in drei Größen und 15 Farben. Die Steinchen sind selbstklebend und haften auch sehr gut auf dem Untergrund. Damit kann man bei jeder Karte oder auch anderen Bastelwerken kleine Glanzpunkte setzen und dabei farblich so richtig aus dem Vollen schöpfen.


Die Schmucksteinchen gibt es übrigens zurzeit bei Amazon stark preisreduziert.



Das war es auch schon. Es ist nicht viel, was ich euch heute zeigen konnte, aber ich hoffe, dass ich künftig wieder etwas mehr zum Handarbeiten und Basteln komme. Lust hätte ich ja schon... 😉