Samstag, 24. Dezember 2016

Frohe Weihnachten

Meine Lieben,
ich wünsche euch und euren Familien
ein frohes, gesegnetes und friedvolles Weihnachtsfest.
Genießt die Feiertage.


Mittwoch, 24. August 2016

Die Pfandsammler Küche


Heute möchte ich euch ein außergewöhnliches Buch vorstellen. Es ist in gewissem Sinn ein etwas anderes „Kochbuch“, aber nicht ausschließlich.
Das Buch von Flaschibert Pfandinsky (wer immer das auch sein mag) baut nämlich auf ein ausgeklügeltes Spar-Konzept. Mit Hilfe dieses Bändchens soll man zehn Wochen lang günstig einkaufen und kochen können.

Der Aufbau des Buches ist sehr übersichtlich. Zuerst gibt es eine Einführung, in der sich der Autor selbst und sein Konzept vorstellt. Hier findet man auch durchaus sinnvolle Spar-Tipps für den Einkauf und fürs Kochen.
Der Hauptteil gliedert sich in zehn Abschnitte für die einzelnen Wochen. Für jede Woche gibt es eine Einkaufsliste mit allen Zutaten für die geplanten Hauptmahlzeiten. Hier findet man auch einen ungefähren Kostenplan, nicht nur in Euro, sondern auch umgerechnet in Flaschenpfand und Gold.
Diese Aufstellungen sollte man wohl eher schmunzelnd mit einem Augenzwinkern betrachten.
In den Wochen-Kapiteln sind auch die Rezepte für die Hauptmahlzeiten der einzelnen Tage zu finden. Hierbei handelt es sich um solide Hausmannskost, die einfach nachgekocht werden kann.
Hier gibt es, zu meiner Freude, auch viele fleischlose Gerichte, und auch süße Hauptspeisen kommen nicht zu kurz. Als Beispiele möchte ich hier erwähnen:Bratkartoffeln mit Quark, Gemüsecurry mit Pfannenbrot, Rote Beete-Kartoffelauflauf, Spaghetti mit Rosenkohl
und aus der süßen Kategorie: Kaiserschmarrn mit Apfelmus, gefüllte Reisküchlein oder Marillenknödel, um nur ein paar Gerichte zu nennen.
Im Anschluss an diesen Zehn-Wochen-Plan hat der Autor in diversen Kapiteln jede Menge Frühstücksrezepte, Brotaufstriche, Salate, Suppen und Gebäck zusammengetragen.
Hier hat man von Apfelmuffins bis Zwiebelsuppe eine bunte Auswahl.
Der Anhang letztendlich gibt Auskunft über die Lagerung und Haltbarkeit sowie über die Saison von vielen Obst- und Gemüsesorten.
Die Preisliste der Zutaten wurde in Anlehnung an die gängigen Preise der großen Discounter und Supermarktketten zusammengestellt. Da die Lebensmittelpreise und auch der Goldpreis diversen Schwankungen unterliegen und die Berechnungen des Autors aus dem Jahr 2012 stammen, sind diese Kostenaufstellungen für mich unerheblich und wenig sinnvoll, da ungenau. Bei den allgemeinen Spartipps kann man jedoch so einiges für sich selbst mitnehmen und auch im eigenen Haushalt umsetzen, und die angegebenen Rezepte sind größtenteils gut und alltagstauglich.

Die Aufmachung des Buches, mit den lustigen Zeichungen von „Flaschibert“ ist originell und humorvoll. Für mich ist dieses Büchlein eine willkommene Abwechslung, und es bietet mir interessante und günstige Rezeptvorschläge, die ich gerne in meinen Speiseplan mit einbeziehe, weil sie schnell gehen und man nur eine überschaubare Menge an Zutaten benötigt, die alle leicht zu bekommen sind.

Montag, 1. August 2016

Die Ernährungs-Docs

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Man sollte sich von dem Cover mit den drei Ärzten in weiß nicht irritieren lassen, denn es erwartet einen hier keineswegs ein trockenes medizinisches Sachbuch, sondern ein umfassendes, sehr informatives Werk über gesunde Ernährung, das man auch als Laie gut verstehen kann. Außerdem hat dieses Buch noch viel mehr zu bieten, denn es enthält über siebzig sehr leckere Rezepte.
Die vorgestellten Gerichte haben alle nicht nur den Anspruch, für genussvolle Mahlzeiten zu sorgen, sondern sie sind so ganz nebenbei auch geeignet, bestimmten Krankheiten vorzubeugen bzw. Beschwerden zu lindern, wenn die Krankheit schon präsent ist.
Die ersten 87 Seiten des Buches befassen sich mit allgemeinen Ernährungsthemen. Hier geht es um die Grundnährstoffe. Es wird erklärt, welche Rolle bestimmte Lebensmittel im menschlichen Stoffwechsel spielen, wie man seine Ernährung am besten umstellen kann und wie wichtig das Trinken ist.

Im Anschluss daran wird ausführlich erklärt, dass für viele Krankheiten das Essen zugleich auch Medizin sein kann. Von Arthrose über Gicht bis Wechseljahre sind viele Krankheitsbilder und Beschwerden aufgeführt, und es werden jeweils Tabellen gezeigt, wo man genau ablesen kann, was man bevorzugt essen bzw. auf was man eher verzichten sollte.
Und dann kommen wir auch schon zum zweiten großen Abschnitt, nämlich zu den Rezepten. Diese sind in vier Kapitel unterteilt, das wären:

Frühstück,
Kleine Gerichte,
Hauptgerichte und
Süßes.

Bei jedem Rezept erfährt man, bei welchen Krankheiten oder Symptomen das Gericht hilfreich sein kann, ob es vegan oder vegetarisch ist, ob es sich für Gäste oder besonders gut zum Mitnehmen eignet, ob es schnell geht oder gut vorzubereiten ist. Besonders gesunde Gerichte sind außerdem mit einem Stempel “Das Super-Rezept” gekennzeichnet.

Ansprechende Fotos bei jedem Rezept lassen einem das Wasser im Mund zusammenlaufen, und ich nehme dieses Kochbuch immer wieder gerne zur Hand, um diverse Gerichte auszuprobieren.
Es sind tolle, besondere Rezepte, die mit interessanten und gesunden Zutaten aufwarten, aber trotzdem größtenteils einfach und schnell zuzubereiten sind. Die meisten Zutaten, die man für die Gerichte benötigt, sind im ganz normalen Supermarkt erhältlich, für wenige Dinge muss man einen Bioladen oder ein Reformhaus aufsuchen. Frisches findet man natürlich in besonders guter Qualität auf Wochenmärkten.

Bei der Zubereitung wird großer Wert auf Frische und Vielfalt gelegt, was man schon an den verführerischen Fotos erkennen kann.
Im Anschluss stelle ich euch meine momentanen drei Lieblingsrezepte aus dem Buch vor.

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Smoothie mit Avocado
Das ist eine mild-fruchtige Mischung, die ihre grüne Farbe durch die Zugabe von Babyspinat oder Feldsalat erhält. Das Fruchtfleisch von Birnen und Orangensaft runden das Aroma sehr harmonisch ab, und ein Schuss Leinöl erhöht den Gesundheitswert zusätzlich. Ich finde, dieses Rezept ist ideal für Einsteiger in die Welt der grünen Smoothies. Meist genieße ich das Rezept, wie beschrieben, ab und zu gebe ich noch ein wenig Gerstengraspulver dazu. Das macht aber das ganze dann deutlich herber und ist schon gewöhnungsbedürftig. Also für den Anfang am besten an die vorgegebenen Rezepte halten, dann ist man auf der sicheren Seite!


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Sehr gerne mag ich Lachs auf Fenchelgemüse im Pergament. Dieses Gericht wird bei zahlreichen Erkrankungen empfohlen, weil es einen guten Einfluss auf viele Organe hat.
Die Zubereitung im Pergament ist kinderleicht. Es werden im Rezept Lachsfilets empfohlen; ich habe es aber auch einmal mit Lachssteaks ausprobiert, die ich gerade im Haus hatte.
Ich kann nur sagen, das Gericht ist oberlecker!!! Mein Mann war erst skeptisch, weil er sich die Kombination von Lachs mit Fenchel und Staudensellerie nicht recht vorstellen konnte. als das Gericht dann auf den Tisch kam, war er begeistert, und wir werden diesen Lachs im Pergament sicher noch oft zubereiten.

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Als großer Fan von Nudelgerichten war ich gleich begeistert von den
Gemüse-Spaghetti in Tomatensugo.
Hierfür werden Möhren und Zucchini mit Hilfe eines Sparschälers oder Spiralschneiders in dünne Streifen geschnitten und mit gekochten Vollkorn-Spaghetti in einer würzigen Tomatensoße serviert. Dieses farbenfrohe und pikante Gericht ist ein Hit fürs Immunsystem, und ich kann gar nicht genug davon bekommen.
Man findet zu jedem Gericht auch noch ergänzende Informationen, was den Gesundheitswert betrifft und immer wieder zusätzliche Tipps für die Zubereitung, zu den Zutaten oder für interessante Variationsmöglichkeiten.

Im Anhang sind ein alphabetisches Stichwortregister sowie ein Rezeptregister, nach Krankheiten geordnet, untergebracht. Auch stellen sich hier die drei Ernährungs-Docs vor. Um die eigene Ernährungsumstellung zu vereinfachen, liegt ein kleines Heftchen bei, in dem man seine täglichen Mahlzeiten und eventuell auftretende Beschwerden dokumentieren kann. Auf diese Weise kommt man vielleicht sogar der einen oder anderen Krankheit erst auf die Schliche.
Ich kann dieses Buch allen gesundheitsbewussten Feinschmeckern wärmstens empfehlen, denn die darin vorgestellten Rezepte zeigen, dass sich gesundes Essen und Genuss nicht ausschließen, sondern durchaus harmonieren.

Mir wurde dieses Buch kostenfrei und unverbindlich zu Rezensionszwecken überlassen, wofür ich mich beim ZS Verlag ganz herzlich bedanke. Schaut doch auch einmal auf der Verlagsseite zum Buch vorbei. (Link dick gedruckt direkt hier im Abschnitt). Dort findet ihr weitere Informationen sowie ein Beispielrezept aus dem Buch als PDF zum Download.


Freitag, 20. Mai 2016

Neues Stempel-Set im Einsatz

Vor einiger Zeit ist ein neues Stempelset bei mir eingezogen, und es hat mal wieder die Bastelfreude bei mir ausgelöst. Es sind sechs kleine, runde Stempel mit verschiedenen Ornamenten. Ich mag diese kleinen Motive sehr gerne, denn man kann sie so vielseitig verwenden.
Ein paar Ideen habe ich ausprobiert und umgesetzt, und ich muss sagen, je länger man sich damit beschäftigt, umso mehr Ideen kommen nach. Solche hübschen Kleinigkeiten wie diese Stempel sind dazu angetan, meine anhaltende Bastelflaute zu überwinden, denn es macht Spaß, neue Muster und Kombinationen auszuprobieren.

In der Hauptsache sind neue Grußkarten entstanden, aber ich habe mir schon so einiges überlegt, was ich demnächst mit den Ornamenten bestempeln möchte. Toll sind sie beispielsweise auch für diejenigen, die ihre Filofax-Planer mit Stickern, Washitape und Stempeln dekorieren. 





Ich werde die Stempel bevorzugt auch für Geschenkanhänger, kleine selbst gebastelte Schachteln oder Lesezeichen verwenden. Wie das halt mit Stempeln so ist, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. 



Die Stempelgummis sind auf runde Hölzer montiert, und die filigranen Motive sind sehr fein und präzise ausgearbeitet. Es macht viel Spaß, mit den Stempelchen zu arbeiten.



Mir wurde dieses Set kostenfrei und unverbindlich von Prochive zur Verfügung gestellt, wofür ich mich ganz herzlich bedanke. 


  

Freitag, 15. April 2016

Kleine Basteleien im Frühling

In letzter Zeit kommt das Basteln bei mir leider meist zu kurz. Aber ab und zu brauche ich eine hübsche Deko-Idee oder eine Grußkarte, und da greife ich doch immer gerne in meine Bastelkiste. Da kommen mir diese hübschen Schmetterlinge gerade recht, denn sie passen perfekt in den Frühling und sind so vielseitig nutzbar.



Jeder Schmetterling hat eine Größe von 11 x 7 cm. Es gibt sie in acht verschiedenen Farben, und es sind jeweils 50 Stück in der Packung. Ich habe mich für die Farbe Gold entschieden, denn damit hat man sehr viele Kombinationsmöglichkeiten. Jeder Schmetterling ist präzise und sehr filigran und schön aus dünnem Tonkarton gestanzt. 

Bei dieser Menge von fünfzig Stück kann man natürlich sehr viel machen. Am unteren Rand der Flügel ist eine Kerbe gestanzt, so dass man die kleinen Falter auch auf Gläser setzen kann. So hat man eine hübsche Tischdekoration und kann sie beispielsweise gleich als Platzkärtchen nutzen, indem man den rechten Flügel mit dem jeweiligen Namen beschriftet.


Es werden kleine, transparente Klebeplättchen mitgeliefert, mit deren Hilfe die Schmetterlinge auch auf jedem glatten Untergrund haften. So kann man auch Blumensträuße oder Gestecke prima damit verzieren, beispielsweise indem man einen Schmetterling einfach auf ein Blatt klebt oder an einem dünnen Holzspieß befestigt und diesen dann in den Blumenstrauß oder das Gesteck einfügt. 


Auch auf meiner selbst gebastelten Lampe darf nun ein Schmetterling sitzen.



Man kann so viele Ideen damit umsetzen. Mir fallen dazu noch folgende Möglichkeiten ein:
Ein Mobile gestalten, indem man mehrere Schmetterlinge an Fäden befestigt und an einen Zweig hängt, 
Geschenkpäckchen damit dekorieren,
als Wand-Tatoo nutzen,
ein paar der hübschen Falter unter Glas in einem Rahmen arrangieren, so hat man auch einen schönen Wandschmuck,
Schmetterlinge laminieren und als Lesezeichen oder Untersetzer verwenden,
nicht zuletzt lassen sich auf einfache Weise Grußkarten damit basteln. Mit nur wenig Materialien ist schnell eine Glückwunschkarte fertig. Ich habe für meine beiden Beispiele nur farbigen Tonkarton, verschiedenes Masking-Tape und ein paar Sticker verwendet und natürlich, als hauptsächliches Deko-Accessoire, jeweils einen Schmetterling.




Mir wurden die Stanzteile freundlicherweise von ElecMotive zum Testen und Vorstellen auf meinem Blog zur Verfügung gestellt, wofür ich mich ganz herzlich bedanke.
Sicher habt ihr noch mehr Ideen, was man mit den filigranen kleinen Faltern noch so alles anstellen kann.



Donnerstag, 7. April 2016

Gefüllte Mini-Gugelhupfe - Luise Lilienthal


Eine Form für Mini-Gugl benutze ich schon lange und bin nach wie vor ganz verliebt in die kleinen Küchlein, weil sie so vielseitig und hübsch sind.
Nun wurde mir vom Verlag Bassermann Inspiration ein Rezensionsexemplar des Buches "Gefüllte Mini-Gugelhupfe" zur Verfügung gestellt, für das ich mich ganz herzlich bedanke.
Bisher habe ich zwar schon viele kleine Gugl gebacken und mit einer Glasur versehen, das war es aber dann auch schon. 
Luise Lilienthal stellt in ihrem schönen Buch neue Backrezepte vor, und zu jedem Gugl-Rezept gibt es auch Anregungen für passende Füllungen. Damit werden aus den kleinen Küchlein richtige Schmuckstücke und eine Zierde für jede Kaffeetafel.
Die Rezepte in diesem Buch sind genau für meine 18-er Gugl-Form ausgelegt. Bei den Rezepten, die ich bisher ausprobiert habe, war die Teigmenge jedoch großzügig bemessen, so dass immer noch ein zusätzlicher kleiner Kuchen (ich habe einfach ein Muffinförmchen genommen) entstanden ist.
Da ich meine ersten Versuche aus diesem Buch kurz vor Ostern gemacht habe, sind meine Gugl auch entsprechend österlich ausgefallen.


Sehr lecker und schön waren die Eierlikör-Guglhupfe mit Schokohaube. Schon im Kuchenteig ist Eierlikör enthalten, und gefüllt werden die kleinen Kuchen auch damit. Die Eierlikör-Gugl waren sehr lecker, nur beim Füllen musste ich ein wenig experimentieren, da das Loch in der Mitte der Gugl ja bis zum Boden durchgeht. Beim ersten Versuch ist mir aus einigen Küchlein der Eierlikör wieder ausgelaufen.



Aber wenige Tage später habe ich dann einen zweiten Versuch gestartet, denn ich wollte meine Kaffeetafel zu Ostern mit den Guglchen bereichern. 
Diesmal habe ich die Küchlein auf ein Backpapier gestellt und mit einem kleinen Löffel jeweils ein wenig Schokoladenglasur in die Öffnungen gegeben, so dass die Schokolade am Boden eine Art Verschluss bildete. Dann konnte ich den Eierlikör ganz unkompliziert einfüllen, und er blieb an Ort und Stelle, wie es vorgesehen war.

Da an Ostern auch Kinder mit an der Kaffeerunde teilnahmen, habe ich noch eine Sorte Gugl ohne Alkohol gebacken. 
Hierfür hatte ich mir das Rezept "Nutella-Gugelhupfe mit Gummiwurm" ausgesucht. Wie schon der Titel sagt, gehört eigentlich ein Gummiwürmchen in die Mitte, was auch witzig aussieht; das ist sicher ein Hit für jede Kinderparty. Für Ostern habe ich den Wurm aber durch Kleine Dragee-Eier ersetzt, so dass die Gugl aussahen wie Mini-Osternester.

Die Ideen in dem Buch sind sehr vielfältig, und jedes Rezept ist mit einem ganzseitigen und sehr ansprechenden Farbfoto versehen.
Man findet nicht nur tolle Rezepte, sowohl für die Gugelhupfe selbst als auch für leckere Füllungen, sondern auch eine Menge an originellen und attrativen Dekorationsvorschlägen. Schon beim Durchblättern kriegt man Lust, die Rezepte auszuprobieren, und es geht auch alles ganz einfach. Mit wenigen, ausgewählten Zutaten und den guten Tipps aus diesem Buch schafft man nicht nur viele kleine Leckereien, sondern zugleich einen originellen Tischschmuck für die Kaffeetafel. 
Allen Gugl-Fans kann ich dieses zauberhafte Buch als Ergänzung empfehlen, denn wenn man einmal angefangen hat, kleine Gugl zu backen und zu dekorieren, kann man gar nicht genug davon kriegen.

Hier noch ein paar Rezept-Titel zur Inspiration:

  • African Dream mit Banane: Die Bananen-Gugl werden mit einer Schokoglasur, einer feinen Quarkcreme und Bananenchips dekoriert.
  • Liebes-Kuchen mit Granatapfel: Zarte, helle Gugelhupfe werden mit einer rosa Buttercreme gefüllt und mit Granatapfelkernen dekoriert (muss ich unbedingt ausprobieren)
  • Erdbeer-Küchlein mit Holunder-Ricotta: die Mischung klingt interessant, und die hellen Gugl werden mit einer schokoladigen Creme gefüllt, die mit Holunderblütensirup abgeschmeckt ist. Als Dekoration dienen Erdbeerstückchen
Ob mit Creme, Nüssen, Marzipan oder Früchten gefüllt, mir läuft beim Anschauen des Buches schon das Wasser im Mund zusammen, und ich werde mich so nach und nach durch die verschiedenen Rezepte arbeiten, denn ausprobieren würde ich sie am liebsten alle zugleich.




Donnerstag, 31. März 2016

Turbo-Dinkelbrötchen

Da ich eine Kuhmilch-Unverträglichkeit habe, sehe ich mich immer gerne auf veganen Blogs und Channels um, denn dort finde ich häufig interessante Rezepte und Tipps für mich.
Kürzlich bin ich dann auf dieses Video gestoßen und möchte euch meine Erfahrungen mit diesen Turbo-Brötchen nicht vorenthalten:


Spontan habe ich am gleichen Tag die Brötchen nach gebacken. Bis auf frische Hefe und Leinsamen hatte ich alles im Haus, so dass ich schon wenig später loslegen konnte.
Ich bin echt begeistert von diesem einfachen Rezept, das so leckere Brötchen hervorbringt.
Beim ersten Versuch hatte ich nur sehr wenig Salz in den Teig (Alexandra von "Rohe Energie" verwendet ja gar kein Salz). Die Brötchen schmeckten sehr lecker, aber ich habe doch für mich beschlossen beim nächsten Backen etwas mehr Salz dazu zu geben.
Die ersten Brötchen habe ich, statt mit geschrotetem Leinsamen, mit Chiasamen gebacken, und ich war vom Ergebnis sehr angetan. Die Chia-Samen machen das Innere der Brötchen ein ganz klein wenig knusprig, was ich sehr mag. Wie gesagt, ein wenig Salz hat mir gefehlt, aber die Konsistenz war super, und die Brötchen haben mich ein wenig an das Brot erinnert, das ich im Toskana-Urlaub gegessen haben und das ja ebenfalls salzlos gebacken wird.



Gestern habe ich die Dinkelbrötchen zum zweiten Mal gebacken. Diesmal habe ich einen gestrichenen Teelöffel Salz verwendet und an Stelle der Chiasamen, Sonnenblumenkerne zum Teig gegeben. Auch habe ich die Teilchen etwas kleiner geformt, so dass ich aus der Teigmenge diesmal neun Brötchen gemacht habe. So sind sie auch mal etwas für den kleinen Hunger zwischendurch.
Auch habe ich eine Schale mit Wasser unten in den Backofen gestellt. Das Ergebnis seht ihr auf den folgenden Fotos; die Kruste der Brötchen ist etwas dunkler und knuspriger geworden. So sind sie für mich perfekt. Sie sind so schnell gebacken, dass man in dieser Zeit gar nicht bis zum nächsten Bäcker kommen würde. 



Hier schreibe ich euch noch meine persönliche Zutaten-Variante dieser leckeren Turbo-Brötchen:

500 Gramm Dinkelvollkornmehl
350 ml lauwarmes Wasser
1/2 Würfel frische Hefe
etwas Agavendicksaft, Ahornsirup (oder Honig, wenn es nicht vegan sein muss)
Nach Belieben zwei bis drei Esslöffel Chiasamen oder Sonnenblumenkerne.

Bei 200°C Heißluft für ca. 25 Minuten backen.

Ich könnte mir auch eine Variante mit anderen Nüssen, Rosinen, Cranberrys oder Vollkorn-Haferflocken gut vorstellen und werde sicher noch die eine oder andere Zutat ausprobieren.
Den Teig zusammenrühren ist wirklich eine schnelle Angelegenheit, und wie Alexandra schon sagt, man klatscht die Brötchen relativ "lieblos" aufs Blech, und sie werden doch (oder gerade deshalb) super.

Viel Spaß beim Backen dieser leckeren Brötchen
und guten Appetit wünscht euch
Susanne

Sonntag, 20. März 2016

Im Gugl-Fieber

Vor ca. zwei Jahren habe ich das "Feine Gugl Set" geschenkt bekommen und war auf Anhieb begeistert. Das Set besteht aus einer Form für 18 Mini-Gugl und einem Buch mit den passenden Rezepten dazu. 



So ein kleiner fertiger Gugl ist gerade mal 3 cm im Durchmesser, und die Zubereitung ist super einfach. Neben tollen Rezepten findet man im Buch auch gute Tipps, wie die Gugl besonders schön gelingen und wie man den Teig am besten in die Form und die fertigen Küchlein wieder heraus bekommt. Da die kleinen Gugl so schnell zu backen sind und sich für so viele Zwecke eignen, habe ich einige der Rezepte ausprobiert, und fast immer hat mich das Ergebnis auch überzeugt. Lediglich die Käse-Gugl hatten keine so schöne Form wie die anderen Sorten. Geschmacklich waren aber auch sie sehr gut, und dieses Rezept backe ich mittlerweile lieber als Mini-Muffins. 



Die Möglichkeiten sind unerschöpflich, und man findet Rezepte für viele Gelegenheiten und für jede Jahreszeit. 


Für den Sommer haben mich die "Apfel-Zitrone-Gugl" begeistert, und auch "Amarettorahm-Erdbeere" ist eine tolle Mischung. Hier gibt es für mich demnächst auch Gugl "Rhabarber-Marzipan" oder "Johannisbeere-Vanille" zu entdecken. 

Toll ist auch das Rezept "Dreimal Gugl Schokolade", denn hier hat man drei verschiedene Sorten mit einem Rezept. Auch "Rotwein-Schoko" schmeckt hervorragend, und es gibt sogar ein spezielles Rezept für weihnachtliche Schoko-Gugl. Hier kann man mit Orangenschale und Orangeat für das feine Aroma sorgen.

Mir gefällt die Idee mit diesen niedlichen kleinen "Kuchen-Pralinen" so gut, dass ich mir noch zwei weitere Bücher aus dieser Reihe gekauft habe, und so kann ich mit Rezeptideen aus dem Vollen schöpfen. 


Nicht nur die Backanleitungen für die Küchlein sind in den Büchern enthalten, sondern auch Rezepte für passende Beilagen, wie Liköre, Eis, Cremes, Kompott oder Mousse.
In dem Band "Feine Party Gugl" sind außerdem herzhafte Backrezepte zu finden, daneben auch Anregungen für Pudding-Gugl, Eis-Gugl oder auch mal als Förmchen für Kräuterbutter. Alle Varianten sind auf jedem kalten Buffet ein Blickfang und lecker dazu. 
Auch als kleines Mitbringsel oder Geschenk werden die Küchlein immer begeistert aufgenommen.



Seit ich die Bücher und die tollen Silikon-Förmchen habe, bin ich immer auch auf der Suche nach weiteren Rezepten und Anregungen. Hier hatte ich euch schon mal ein Gugl-Rezept aus einem anderen Buch vorgestellt: Törtchenzeit

Ich finde ja, das Backen der kleinen Gugl macht mächtig viel Freude, aber für alle, die gar nicht gerne backen, gibt es auch einen Gugl Online-Shop, wo man die fertigen kleinen Köstlichkeiten erwerben kann. Man erhält dort auch passende Verpackungen, die bisher erschienenen Bücher und einzelne Förmchen. Man kann sich dort natürlich auch nur von den hübschen Dekorations- und Verpackungsideen inspirieren lassen, und wer einmal nach München kommt, kann dem Gugl-Laden in Schwabing einen Besuch abstatten. 


Montag, 8. Februar 2016

Krapfen aus dem Backofen

Krapfen, Pfannkuchen oder Berliner, wie die süßen Teilchen je nach Region genannt werden, esse ich sehr gerne. Aber da sie normalerweise in heißem Fett herausgebacken werden, handelt es sich schon um einen ziemlich üppigen Genuss. So ein locker-leichter Krapfen ist schnell verzehrt, und oft hat man im Nachhinein das Gefühl, eigentlich gar nicht viel gegessen zu haben, wobei die Kalorientabelle (und am nächsten Tag die Waage) eine ganz andere Sprache spricht.

Als ich auf dem Blog Schnins Kitchen dann die kleinen Ofen-Berliner entdeckt habe, war schnell klar, dass ich diese unbedingt ausprobieren muss.



Heute habe ich also meine ersten Krapfen selbst gebacken, so ganz ohne Fritteuse oder Töpfe mit heißem Fett. 


Das Rezept von Schnin ergibt 20 kleine Krapfen, und diese sind super einfach vorzubereiten und schnell gebacken. Gefüllt habe ich sie mit Hilfe einer Gebäckspritze (mit extra langer Tülle), eine Hälfte der Krapfen mit Hagebuttenmark, die anderen 10 mit Erdbeermarmelade.


Natürlich waren wir neugierig und haben die frischen Krapfen gleich bei einer guten Tasse Kaffee bzw. Tee verkostet.
Wie Schnin schon schreibt, ist die Konsistenz etwas fester als bei den fettgebackenen Krapfen, aber trotzdem sind sie schön locker und fluffig und schmecken sehr lecker.

Bei der Füllung kann man sich so richtig austoben, da sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Ich mag die traditionelle Füllung mit Marmelade am liebsten, aber auch Puddingkrapfen oder eine feine Sahnefüllung (vielleicht mit Eierlikör) sind nicht zu verachten.

Die Angaben für die "Ofenberliner" sind gleich in das Ringbuch mit meinen Lieblingsrezepten gewandert, denn diese kleinen, feinen Teilchen werde ich sicher noch häufiger backen. Auf die traditionelle Füllung eines Krapfens mit Senf zum Faschingsdienstag habe ich jedoch verzichtet, dafür wären mir die süßen, lockeren Bällchen zu schade. ;-)

Dienstag, 2. Februar 2016

Die Schlossküche der Fränkischen Schweiz - Birgit Ringlein & Reiner Benker


Verlockende Rezepte und gespenstische Geschichten


Wer kommt nicht beim Anblick einer alten Burg oder eines alten Schlosses ins Träumen. Als Kinder haben wir uns wohl alle irgendwann vorgestellt, wie es wäre, auf einer Burg zu wohnen. In der Fränkischen Schweiz, gar nicht weit entfernt von meiner Heimatstadt, gibt es viele schöne alte Gemäuer, die sich bestens als „Futter“ für die Phantasie eignen. Und dann stellt sich natürlich auch gleich die Frage, was denn bei den Schloss- oder Burgherren in alter Zeit so auf den Tisch kam.
Das Autoren-Team ist dieser Frage nachgegangen. Birgit Ringlein und Reiner Benker haben in alten Kochbüchern und Rezeptsammlungen gestöbert und eine Fülle an Leckereien dabei entdeckt. Mit ihrem neuen Buch bringen sie uns nicht nur die Schlossküche der Fränkischen Schweiz nahe, sondern sie haben auch jede Menge an „Lesefutter“ in das schöne Buch eingebracht, und so wechseln sich verführerische Rezeptkreationen mit Gedichten und Geschichten ab, die alle ein wenig geheimnisvoll sind, manchmal auch gruselig oder gespenstisch erscheinen.

Das Buch lädt also nicht nur zum Nachkochen ein, sondern es ist ein wahrer Fundus an alten fränkischen Geschichten und Sagen, die alle in irgend einer Form mit einer Burg, einem Schloss oder einer Ruine in Zusammenhang stehen.
Einige der Gedichte sind in klassischem Fränkisch verfasst, aber der Großteil des Buches ist hochdeutsch und für alle verständlich, die der deutschen Sprache mächtig sind.

Schlägt man das Buch auf, kommt man schnell ins Schmökern, denn die alten Geschichten ziehen einen magisch in ihren Bann.
Und dann sind da noch die vielen Rezepte, meist mit schönen Fotos in Szene gesetzt, und so manches davon klingt schon beim Lesen „teuflisch gut“.
Ob Vorspeise, Hauptgericht oder Dessert, ob süß oder herzhaft, die passenden Getränke nicht zu vergessen, da kommt auf den Tisch, was die Schlossküche hergibt.
Mit den fränkischen Gerichten aus diesem Buch kann man schlemmen wie die Burgherren, und während der Braten im Ofen brutzelt, wird einem beim Schmökern der Gespenstergeschichten die Zeit ganz sicher nicht lang.

Aber sehen wir uns doch die Rezepte einmal näher an. Sie sind übersichtlich geordnet, und das Menü beginnt mit einer deftigen Suppe. Egal ob man sich eine Blut- und Leberwurstsuppe einverleiben möchte oder sich lieber an einer Weinsuppe, Kressesuppe oder Warmbiersuppe gütlich tut, hier werden unterschiedlichste Vorlieben bedient.
Im Kapitel „Wald-, Wiesen- und Kräutergarten“ werden Liebhaber von außergewöhlichen Brotaufstrichen, Salaten und Pilzgerichten fündig. Da ich Feldsalat liebe, habe ich mir besonders die „Rawinzala (=Feldsalat) mit Malzbierdressing“ vorgemerkt, denn das klingt sehr interessant.

Von den nachfolgenden Fleisch- und Fischgerichten habe ich schon zwei ausprobiert und für sehr lecker befunden:
Da ist einmal das „Schlossgeheimnis“, ein Backofengericht mit Hähnchenbrustfilet, das sich mit verschiedenen Gemüsesorten gut variieren und leicht zubereiten lässt und das, am folgenden Tag aufgewärmt, gleich noch einmal so gut schmeckt.


Das wird es ganz sicher nun häufiger bei uns geben.



Sehr lecker war auch das „Böfflamot“, ein typisch bayerisches Fleischgericht, für welches das Fleisch in Rotwein mariniert wird, was dem Ganzen ein sehr feines und besonderes Aroma verleiht:


Ich kannte „Böfflamot“ von meiner Großmama, die es früher häufig zubereitet hat. Für mich selbst war es eine Premiere, denn bei uns kam das Gericht vergangenen Sonntag zum ersten Mal auf den Tisch und wurde spontan für gut befunden.



Alle Rezepte sind detailliert beschrieben, gut nachzuvollziehen und gelingen ausgezeichnet.

Darüber hinaus haben die Autoren auch an kleinere Brotzeiten sowie an die Süßschnäbel gedacht, denn die Desserts klingen sehr verführerisch. Ob man Bayerisch Creme liebt oder Birnenpudding bevorzugt, ob man sich eher für Fastenkrapfen oder für glasierte Maronen mit Kürbisschaum erwärmen kann, von Hollerblüten in Bierteig über Nonnenfürzla bis hin zu einer weihnachtlichen Pflaumen-Lebkuchen-Marmelade wird hier an so ziemlich alle Geschmacksvorlieben gedacht.
Zum Abschluss gibt es dann noch eine Hexenbowle, einen Gewürzwein oder ein Warmbier, und man fühlt sich in uralte Zeiten an eine Burgtafel zurückversetzt.
Auch an die kleinen Ritter und Burgfräulein wurde gedacht, denn diese können sich an „Krötenschleim“, „Blutbowle“ oder „Fliegenpilzen à la Waldschrat“ laben und werden dies sicher mit großem Vergnügen tun, denn das sieht alles schon so richtig schön gruselig aus.

Nicht nur Bilder zu den Rezepten sind im Buch enthalten, sondern man findet auch stimmungsvolle und sehr schöne Fotografien von fränkischen Burgen und alten Ruinen, so dass man beim Betrachten richtig ins Träumen kommt.

Die gesamte Gestaltung ist sehr gelungen und stimmig, und dieses Lese-Kochbuch macht sicher nicht nur eingefleischten Franken viel Freude, sondern eignet sich auch jederzeit als Geschenkidee bzw. Mitbringsel für alle, die vielleicht schon einmal in der Fränkischen Schweiz waren oder vorhaben, sie irgendwann zu bereisen.  

Herzlichen Dank an den Sutton Verlag und Birgit Ringlein für die Überlassung des Rezensionsexemplars.