Mittwoch, 17. September 2014

Törtchenzeit – Sonya Kraus und Jessi Hesseler

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Vor einiger Zeit habe ich über das Büchereule-Forum die Gelegenheit erhalten, an einer Leserunde zu dem Buch “Törtchenzeit” teilzunehmen. Eigentlich ist Leserunde hier der falsche Ausdruck, denn es handelt sich eher um eine Koch-, Back- und Bastelrunde. Ich habe mittlerweile einige der enthaltenen Rezepte ausprobiert, und auch wenn ich in den letzten Wochen nicht viel dazu gekommen bin, Neues zu testen, so habe ich mittlerweile schon meine Stamm-Rezepte, die ich immer wieder gerne verwende. Auch wenn ich gerade mal nichts daraus backen oder herstellen möchte, nehme ich das Buch immer wieder gerne zur Hand, denn es ist einfach schön anzuschauen, und man kann sich von den brillanten Fotos inspirieren lassen, wenn man auch nur mal eben einen kleinen Dekorationsvorschlag braucht.

Schon die äußere Gestaltung und die gesamte Aufmachung des Buches sind sehr schön, mit vielen verführerischen Rezepten und Fotografien. Der Inhalt ist in übersichtliche Kapitel aufgegliedert, so beginnt alles mit den Basics, wo die Grundausstattung ebenso dazu gehört wie ein Back-ABC, in dem viele Begriffe und Tätigkeiten genau erklärt werden. Man findet in diesem ersten Abschnitt auch ausführliche, allgemeine Anweisungen und Grundrezepte zur Herstellung einer Torte oder von Cupcakes.

Es schließen sich Kapitel für die verschiedenen Jahreszeiten an, auch gibt es die Abschnitte “Klassiker neu aufgelegt”, “Geschenke machen”, “Backen mit Kindern” und ein Kapitel mit Getränken.

Egal für welche Feier oder Jahreszeit, in diesem bunten Potpourri hat man eine reichliche Auswahl an Anregungen und Anleitungen, nicht nur zur Herstellung von ausgefallenem Gebäck, sondern auch gleich mit Vorschlägen, wie man seine gebackenen Werke besonders gut präsentieren oder verpacken kann. Vieles ist ganz einfach nachzumachen und doch sehr effektvoll.

Gut gefällt mir, dass es hier viele Anregungen für Kleingebäck gibt, so dass man in einem kleineren Haushalt nicht immer einen riesen Kuchen verkonsumieren muss oder viele Reste übrig behält. Es werden überwiegend kleine Törtchen, Cupcakes, Müslischnitten oder Kuchen am Stiel vorgestellt. Toll sind auch die Rezepte für Kuchen im Glas, die man nicht nur zum Kaffee serviert, sondern die sich auch prima als Dessert eignen.

Ich freue mich nun schon auf die kommende Winterzeit, denn dafür gibt es im Buch ebenfalls reichlich Ideen. Bisher habe ich mich auf die sommerlichen Rezepte konzentriert, denn irgendwie hat es mir widerstrebt, in den Sommermonaten Christmas Cake Pops oder Weihnachtstörtchen zu backen. Aber davon wird demnächst einiges ausprobiert. Auch gibt es eine tolle Backmischung für Cookies im Buch, verbunden mit einer genialen Anleitung für ein Deko-Glas, das sich wunderbar zum Verschenken eignet. Das werde ich auf jeden Fall nachmachen.

Weniger abhängig von den Jahreszeiten sind die Vorschläge für Getränke, und hiervon habe ich schon einige zubereitet:

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Die Viva-Italia-Limonade, ein sehr erfrischendes Getränk für heiße Tage. Hier wird reichlich Zitronensaft und Basilikum verarbeitet, und das Ergebnis ist eine tolle Kräuterlimonade, die es im Sommer öfter bei uns gegeben hat. Je nach Vorlieben kann man den Anteil an Basilikum auch reduzieren, und ich habe meist etwas weniger Zucker verwendet, als im Rezept angegeben.

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Bananamama, eine leckere Bananenmilch mit geschmolzener Schokolade und Sahnehäubchen. Im Buch gibt es einen aufwändigen Dekorationsvorschlag, der besonders dann interessant wird, wenn man dieses Getränk für Gäste zubereitet. Ich werde das Rezept demnächst mit Bitterschokolade ausprobieren, denn das erste Ergebnis war sehr süß und hätte ein leicht bitteres Schoko-Aroma durchaus vertragen können.

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Eisiger Chai Latte, dafür wurde ein starker, süßer Chai gekocht und zu Eiswürfeln gefroren. In kalter Milch serviert lösen sich die Eiswürfel nach und nach auf und geben ihr tolles Aroma ab. Auch das ist ein wunderbares Getränk für warme Tage.

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Pflaumen-Trifle, das ist richtig lecker! Eine tolle Kombination aus starkem, herbem Espresso, säuerlichen Pflaumen, süßen Löffelbiskuits und einer sanften Vanillecreme. Damit werde ich künftig meine Gäste öfter verwöhnen.

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Himbeer-Käsekuchen im Glas wird in drei Schichten gemacht, aus pürierten Himbeeren, zerstoßenen Vollkornkeksen und einer Mascarponecreme. Auch das ist sehr lecker und kam bei der ganzen Familie gut an.

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Und dann noch meine geliebten Mini-Gugls. Ich habe schon seit längerem eine Gugl-Form und freue mich immer über neue Rezepte, die sich dafür eignen. Die kleinen Kuchen aus diesem Buch sind mit Mandeln und geriebenem Apfel gebacken, und prima finde ich die Idee, ein paar dieser Mini-Gugl in einen Eierkarton zu verpacken. So hat man ein Geschenk originell verpackt, das sicher gut ankommt.

Im Anhang des Buches findet man noch eine Aufstellung mit Bezugsquellen für die schönen gezeigten Dekoartikel. Mit den Bastelvorschlägen und ein wenig Kreativität hat man ganz schnell und mit wenig Aufwand tolle Dekorationen fertig.

Zwei Rezepte habe ich mir schon vorgemerkt, um sie in nächster Zeit auszuprobieren, es sind die dunklen Schokoladen-Cupcakes mit frischen Feigen und der Zimtschneckenauflauf. Ich bin schon gespannt darauf und werde zu gegebener Zeit darüber berichten, wie mir die Leckereien gelungen sind.

Mein Fazit: “Törtchenzeit” ist eine Fundgrube für jeden, der gerne leckere, süße Kleinigkeiten zubereitet und ausgefallene Deko- und Verpackungsideen liebt. Mir persönlich sind einige Rezepte etwas zu süß, aber letztendlich kann man ja bei den meisten Rezepten gut den Zuckeranteil reduzieren, ohne dass das Endergebnis leidet. Auch eignen sich viele Rezepte als Anstoß für eigene Ideen, denn man muss ja nicht alle Anleitungen zu 100% ausführen, sondern kann nach eigenem Geschmack abwandeln, neue Zutaten ergänzen oder austauschen. Der Phantasie sind eigentlich keine Grenzen gesetzt.

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