Donnerstag, 6. März 2014

Deocreme selbst gemacht

Schon länger mache ich mir gerne meine Deocreme selber, denn mit den meisten käuflichen Deos habe ich meine Schwierigkeiten. Einerseits möchte ich auf chemische Hämmer, mit Aluminiumchlorid und Parabenen, völlig verzichten. Derartige Deos habe ich noch nie benutzt. Aber auch mit Naturkosmetik-Deos komme ich häufig nicht klar, denn oft ist Alkohol enthalten, was meine empfindliche Haut gar nicht mag, oder aber das Deo wirkt nicht. Auf meiner Suche bin ich schon vor Jahren im Beautykosmos auf ein Rezept für Deocreme gestoßen und habe das auch häufig nachgerührt. In dieser ersten Deocreme habe ich, wie im Rezept aufgeführt, auch Zinkoxid verwendet, was nicht schlecht ist, aber doch bei der Anwendung etwas "weißelt".
Nun bin ich auf dem Blog von Eliane Zimmermann auf eine Deocreme gestoßen, die nicht mit Zinkoxid, sondern mit Maisstärke gerührt wird. Das habe ich heute ausprobiert und das dort empfohlene Rezept noch mit Pflanzenölen meiner Wahl ergänzt. Das Ergebnis ist eine etwas dunklere, leicht gelbliche Creme, die aber auf der Haut völlig unsichtbar schmilzt, man hat nirgends weiße Flecken. Die Wirkung ist genauso gut wie bei meiner früheren Creme. Man übersteht mit diesem natürlichen Deo wirklich den ganzen Tag ohne Müffeln, und die Transpiration wird zwar (durch die Stärke) etwas gebremst, aber nicht unterdrückt.

Ich habe die Deocreme in einen Blauglastigel gefüllt, denn generell nutze ich Glastöpfe am liebsten für meine selbst gerührte Kosmetik, da ich so ungewünschte Reaktionen zwischen Inhaltsstoffen und Kunststoff vermeiden kann, und das Blauglas bietet einen guten Schutz für die natürlichen Substanzen.
Wie man sieht, ist mein Töpfchen nicht ganz voll geworden, denn ich mache immer nur kleine Portionen und rühre lieber öfter frisch.

Und so sieht das genaue Rezept für meine ultimative Deocreme aus:

1 1/2 Teelöffel Sheabutter
1 Teelöffel Kakaobutter
1 Teelöffel Schwarzkümmelöl
1 Teelöffel Haushaltsnatron (Kaiser Natron)
1/2 Teelöffel Maisstärke
5 Tropfen ätherisches Lavendelöl

Shea und Kakaobutter bei geringer Hitze vorsichtig schmelzen, in der Zwischenzeit das Natron zusammen mit der Maisstärke im Mörser noch etwas feiner zerreiben, damit es später auf der Haut nicht kratzt. Sind die Fette geschmolzen, die Natron-Stärke-Mischung gut unterrühren. Die Masse etwas abkühlen lassen, dann das Schwarzkümmelöl und das ätherische Lavendelöl unterrühren. Alles gründlich vermischen und in kleine Glastigel abfüllen. Ich stelle es dann immer eine Zeitlang in den Kühlschrank, bis die Creme fest geworden ist. Man braucht von der Deocreme wirklich nur eine kleine Menge, die sich am besten mit einem Cremespatel aus dem Döschen entnehmen lässt. Ist einem die Creme so zu hart, kann man jederzeit noch etwas mehr Öl verwenden. 

Ich bevorzuge Schwarzkümmelöl, weil es gut zur Haut ist und ich es bestens vertrage. Man kann das Deo aber auch mit einem anderen Pflanzenöl anrühren, welches man eben bevorzugt. Auch bei der Beduftung kann man ganz nach den persönlichen Vorlieben mischen. Ich liebe Lavendel und seinen Duft, daher ist dies die Parfümierung meiner Wahl. Das Schwarzkümmelöl riecht bei meiner Dosierung nicht zu stark heraus, sondern ergibt zusammen mit dem Lavendel einen frisch-kräuterigen Duft. 

Kommentare:

  1. Ich hab noch nie Kosmetika selbst gemacht, das würde mir aber bestimmt viel Spaß machen. Also wenn ich mal sehr viel Zeit hab... werd ich es vielleicht versuchen. Echt toll!

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    1. @Maegwin, das macht wirklich sehr viel Spaß, und man weiß immer, was drin ist. :-)
      Liebe Grüße
      Susanne

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