Dienstag, 26. November 2013

Weihnachtskarten

In den letzten Tagen habe ich eine neue Technik für Weihnachtskarten ausprobiert, sie nennt sich "Triple-Layer-Card".
Wie sie gestempelt und gebastelt wird, seht ihr in diesem  Tutorial
Mir gefällt diese Karten-Art sehr, denn sie ist einfach und doch effektvoll.
Hier sind meine ersten Versuche:

   

    

Freitag, 22. November 2013

Häkelmütze

Eine gehäkelte Mütze war der Wunsch meiner Tochter, und sie hatte sich auch schon das passende Garn ausgesucht. Sie wollte gerne reine Baumwolle, weil sich bei den Wollmischungen mit Synthetik die Haare immer so aufladen. Also hat sie sich für Catania Grande in den Farben "Clematis" und "Leinen" entschieden.



Gehäkelt habe ich mit Nadelstärke 4,5 und mich dabei grob nach dieser Anleitung gerichtet:
Sie stammt aus diesem Buch:


Allerdings habe ich 10 Maschen mehr zugenommen, da mein Garn dünner war als das angegebene. Auch habe ich die Mütze länger gestrickt, damit sie etwas weiter über die Ohren geht, ganz nach Wunsch der Trägerin. Ich habe nach jeweils drei Reihen halben Stäbchen die Farbe gewechselt. Die Abschlussreihe ist in der umgekehrten Richtung mit festen Maschen genadelt, wie angegeben; dadurch bekommt die Mütze einen noch besseren Sitz, weil der Rand etwas fester wird. Und so sieht sie nun aus:

Eigentlich soll sie noch eine Bommel bekommen, aber ich habe meine Zweifel, ob eine Bommel aus Baumwollgarn so schön wird. Wir werden es am Wochenende ausprobieren, ansonsten muss ich zusehen, dass ich in einer passenden Farbe noch ein wenig Wolle finde.

Ansonsten habe ich zurzeit leider nichts zu zeigen. Es ist zwar noch einiges in Arbeit, in der Weihnachts-Wichtel-Werkstatt, aber das braucht noch ein wenig Zeit, bis ich damit fertig bin.

Montag, 18. November 2013

Brotbacken für Eilige - Angelika Kirchmaier


Mein eigenes Brot backen, in meiner ganz normalen Küche, ohne großen Material- und Zeitaufwand und ohne lange Vorbereitungen, das entspricht genau meiner Vorstellung. Daher war ich sehr neugierig auf Angelika Kirchmaiers neues Buch „Brotbacken für Eilige“.
Schon beim ersten Durchblättern lief mir das Wasser im Mund zusammen, denn auf 191 Seiten findet man hier eine Vielfalt an Rezepten, die toll klingen, bei näherer Betrachtung aber sehr unkompliziert in der Durchführung sind. Wenn man die Fotos sieht, möchte man am liebsten alles sofort ausprobieren. Es ist eine bunte Mischung vertreten, angefangen von dünnen, knusprigen Fladen, über eine große Auswahl an Brötchen und Broten, bis hin zu herzhaftem Brot-Gugelhupf. Auch die Herstellung von Laugengebäck wird genau beschrieben.
Originelle Zutaten geben den Brotspezialitäten Pfiff, sind aber nicht schwer zu bekommen. Beispielsweise findet man die Anleitung für einen Sauerkraut-Gugelhupf, ein Chili-Con-Carne-Brot, Bulgurbrot oder für ein Brot mit Speck und Linsen. Auch Süßschnäbel kommen auf ihre Kosten und können sich an so herrlichen Leckereien wie Schoko-Zimt-Brot, Rosinenbrot oder Bananesplit-Brot erfreuen.
Die Zubereitung ist verblüffend einfach. Man benötigt keine Küchenmaschine, sondern sollte die Zutaten mit einer Gabel mischen und den Teig mit einem Schaber verarbeiten.
Als Treibmittel sind Backpulver oder Hefe eingesetzt, und mit vielen einfachen Tipps und Tricks der Autorin wird man durch das Rezept geführt. Ausführliche Hinweise rund ums Brot, von den geeigneten Zutaten über die Herstellung bis zur Aufbewahrung, sorgen für gutes Gelingen. Alles wird Schritt für Schritt, anhand vieler Farbfotos, genau erklärt. Als Brotform können Kuchenformen verwendet werden, zur Not tut es aber auch eine Auflaufform. Sogar Tassenbrötchen werden vorgestellt.

Besonders neugierig war ich auf die Dinkel-Pfannenbrötchen, denn das konnte ich mir anfangs gar nicht vorstellen, meine Brötchen in der Bratpfanne auf dem Herd zu backen. Ich habe es gleich ausprobiert und muss sagen, die kleinen Semmeln sind lecker und schnell gemacht. Man sollte sie möglichst ganz frisch und noch ein wenig warm genießen, und ich werde sie sicher künftig öfter an Sonn- und Feiertagen einsetzen, denn im Vergleich zu Aufbackbrötchen aus dem Supermarkt sind diese Gebäckteile aus Dinkelvollkornmehl auf jeden Fall die bessere Wahl.







Im Anhang findet man noch ein Kapitel „Pannenhilfe“, mit praktischen Ratschlägen, für den Fall, dass einmal etwas nicht auf Anhieb gelingt. Zu allen Rezepten gibt es auch die genauen Nährwertangaben.

Wie schon anfangs erwähnt, wendet sich dieses Buch an Hobbybäcker und Leute, die gerne Neues ausprobieren, selbst gebackene Brötchen und Brote lieben, dafür aber nicht den ganzen Tag in der Küche verbringen wollen. Auch für Veganer und Menschen mit Lebensmittelallergien sowie für Diabetiker bietet das Buch eine gute Möglichkeit, sich ein individuelles, gesundes und optimal verträgliches Brotrezept zusammenzustellen.
Die gut durchdachten und geprüften Rezepte bieten viel Genuss mit nur geringem Aufwand.

Herzlichen Dank an den Pichler Verlag und Literaturtest für die Überlassung des Rezensionsexemplars.


Dienstag, 12. November 2013

Let's Bake - Cynthia Barcomi


Let’s Bake von Cynthia Barcomi ist das Backbuch, das ich in den letzten Wochen und Monaten wohl am häufigsten zur Hand genommen habe.

Ein Button auf dem Einband verspricht: 70 wundervolle Back-Rezepte, die perfekt gelingen!
Dieser Einschätzung kann ich von Herzen zustimmen, denn auch mich konnte dieses Backbuch überzeugen. Man findet Kuchen ganz unterschiedlicher Art darin, von einfach bis kompliziert, von klein bis groß. Mich hat ganz besonders die Tatsache begeistert, dass sehr viele Rezepte für kleine süße Teilchen enthalten sind. Das vorgestellte Gebäck lässt größtenteils auf die amerikanischen Wurzeln der Autorin schließen, denn man findet hier so verführerische Überschriften wie „Lemon Whoopie Pies“, „Sunshine White Chocolate Cheesecake“ oder Brownies in allen möglichen Variationen. Mir gefällt es, Neues auszuprobieren und ein wenig frischen Wind in die traditionelle deutsche Backkultur zu bringen, wobei ich die neuen Rezepte nicht als Ersatz, sondern als gute Ergänzung sehe. So entstehen in meiner Küche Marmorkuchen und Zwetschgendatschi in trauter Nachbarschaft mit Pancakes, Scones und Cupcakes.
Schon die Einführung hat Interessantes zu bieten, denn hier erfährt man viel über die Eigenschaften diverser Gebäcke, zu Backofeneinstellungen und Temperaturwahl, und man erhält Tipps zu Backformen oder wie ein Frosting gut gelingt. Auch verrät Cynthia Barcomi, wie man sich sein natürliches Vanilleextrakt ganz einfach selbst herstellen kann.

Jedes Rezept ist mindestens mit einem aussagekräftigen Foto versehen und übersichtlich angeordnet. Man hat links eine Spalte mit den benötigten Zutaten und mit einer Empfehlung für die ideale Backform, daneben ist die Zubereitung in einzelnen Schritten beschrieben und gut nachvollziehbar.

Nun zu meinen Lieblingsrezepten, die ich ausprobiert habe (Auf manche komme ich immer wieder gerne zurück und bin schon zum „Wiederholungstäter“ geworden:

Cookies mit Haferflocken, Schokolade und Kirschen – In Ermangelung getrockneter Kirschen habe ich kurzerhand Cranberrys verwendet. Das Ergebnis war sehr lecker; die Cookies blieben auch längere Zeit richtig schön knusprig und schmeckten auch nach Tagen noch wie frisch gebacken.


Chocolate Chip Cookies – Die sind eindeutig der Familien-Favorit, so richtig schön schokoladig und dabei nicht zu süß, da sie mit dunkler Schokolade gebacken werden.


Blaubeer-Bananen-Muffins – Sie konnten erst auf den zweiten Biss so richtig überzeugen. Kurz nach dem Backen haben sie zwar auch schon gut geschmeckt, aber nachdem sie über Nacht ruhen konnten, war am nächsten Tag das Bananen-Aroma voll da.


Klassiche Brownies – Sie schmecken phantastisch, nur die Form macht mir Probleme, denn die Brownies brechen beim Schneiden. Am besten genießt man sie mit geschlossenen Augen ;-)


Auch Scones habe ich gebacken, konnte aber anfangs die Schwärmerei der Autorin für dieses Gebäck nicht nachempfinden. Frisch aus dem Ofen schmeckten sie eigentlich nur süß und ein wenig mehlig. Erst ein mehrtätiger Tiefkühlschlaf und ein kurzes Aufbacken danach verhalfen diesen „Buttermilk-Bisquits“ zu ihrer Höchstform.



Insgesamt finde ich das Konzept dieses Bachbuches sehr gelungen. Allein die optische Gestaltung ist ein Genuss und verführt dazu, die vielen leckeren Sachen auszuprobieren. Die meisten Kuchen sind ziemlich gehaltvoll und mit einer üppigen Vielfalt an Zutaten gebacken. Man sollte dieses schöne Buch also nicht unbedingt während einer Diät durchblättern, denn der Verzicht fällt sehr schwer.