Dienstag, 31. Dezember 2013

World Food Café, Quick & Easy - Carolyn und Chris Caldicott


Wer die bisherigen Bücher von Carolyn und Chris Caldicott kennt, weiß, dass den Leser nicht nur ein interessantes und vielseitiges Kochbuch erwartet, sondern zugleich eine umfassende Reisedokumentation der Autoren und auch ein farbenprächtiger Bildband. Das Autorenpaar war wieder in vielen Ländern unterwegs und hat eine Fülle an vegetarischen Rezepten mitgebracht. Die Reise führte die Caldicotts nach Bangladesch, Bhutan, Birma, Chile, Helsinki und Lappland, nach Japan, Kuba, Laos, Namibia, Syrien und Vietnam. Liest man die Aufstellung der besuchten Länder, kann man sich schon vorstellen, dass dieses Buch eine bunte Vielfalt an Gerichten enthält, wobei diesmal besonders viel Gewicht auf schnelle und einfache Zubereitung gelegt wurde. Die beschriebenen Speisen klingen für uns exotisch, sind aber in ihren Ursprungsländern Alltagsgerichte, die man in den einheimischen Haushalten findet, die aber auch an Verkaufsständen oder in Straßencafés angeboten werden. Neben der Zubereitung der vielen Leckereien erfährt man auch viel über die Esskultur der besuchten Orte, alles wunderbar und perfekt ergänzt durch brillante Farbfotos, die viel vom Charme der verschiedenen Länder wiedergeben.
Gleich beim ersten Durchblättern merkt man, dass die Zutaten für die meisten Gerichte auch bei uns gar nicht so schwer zu erwerben sind, auch sind viele Speisen und Getränke dabei, für die man gar nicht allzu viele Komponenten benötigt. Da sich das Kochen recht unkompliziert gestaltet, kann man sich ganz auf den anschließenden Genuss konzentrieren und sich geistig, von den exotischen und für unsere Gaumen manchmal fremden Aromen, in die Ursprungsländer entführen lassen.

Der Genuss beginnt übrigens schon beim Betrachten der wundervollen Aufnahmen, die Chris Caldicott gemacht hat und die wir in diesem schönen, liebevoll gestalteten Buch bewundern können.


Vielen Dank an den Verlag Freies Geistesleben für die Überlassung des Rezensionsexemplars. Auf der Seite des Verlags gibt es weitere Infos zum Buch, noch mehr Fotos und auch eine Leseprobe.


Freitag, 27. Dezember 2013

Weihnachts-Nachlese

Weihnachten ist vorüber, und ich hoffe, ihr hattet schöne Festtage.
Die Geschenke sind überreicht, und so kann ich nun auch zeigen, was ich in der Adventszeit gestrickt und zwei älteren Damen mit chronisch kalten Füßen unter den Baum gelegt habe.

Glatt gestrickt, wie sie die Empfängerin am liebsten mag, Größe 41, mit Herzchenferse und Sternspitze, aus Lana Grossa Meilenweit 6-fach special. 

Ebenfalls ganz "schnörkellos", mit etwas kürzerem Schaft, in Größe 39, auch mit Herzchenferse und Sternspitze, aus Regia 6-fädig color.


Montag, 23. Dezember 2013

Ich wünsche euch ein frohes Fest!


Vorfreude-Gewinner

Mein Vorfreude-Gewinnspiel, das mit dem gestrigen Tag endete, hatte eine Gewinnchance von 25 %, da es nur vier Teilnehmer gab. Es war ja auch recht kurzfristig, und viele haben wahrscheinlich für heuer schon mit dem Thema "Backen" abgeschlossen. Soeben habe ich die Gewinnerin per Fruitmachine gezogen, und es ist Petra M. aus H. Herzlichen Glückwunsch liebe Petra!

Ich mache das schöne Buch gleich reisefertig und schicke es noch heute an dich ab und wünsche dir ganz viel Freude damit.


Freitag, 20. Dezember 2013

Kleines Weihnachts-Vorfreude-Gewinnspiel

Wir nähern uns mit Riesenschritten dem Weihnachtsfest. Sicher habt ihr schon viele bzw. die meisten Vorbereitungen getroffen oder seid noch voll dabei. Der Advent ist eine Zeit der Überraschungen und der Freude, und eine solche möchte ich meinen treuen Bloglesern auch bereiten. Gerade erst vor ein paar Tagen habe ich von dem tollen Buch "Backen zur Weihnachtszeit" berichtet. Meine Eindrücke könnt ihr hier nachlesen: klick 
Ich finde das Buch so toll, umso mehr freue ich mich, dass ich ein Exemplar zur Verlosung überlassen bekommen habe.
Vielen Dank dafür an den Pichler Verlag und an Literaturtest.


Zwar haben die meisten schon für heuer mit der Weihnachtsbäckerei abgeschlossen, und das Buch wird den Gewinner nicht mehr vor den Feiertagen erreichen, aber es sind auch einige Rezepte enthalten, die man zu anderen Zeiten einsetzen kann, gerade die Glasuren oder Füllungen, und auch Pralinen und einige Plätzchen haben das ganze Jahr Saison. Außerdem kommt die Adventszeit ja alle Jahre wieder ;-)

Was müsst ihr tun, um das schöne Exemplar zu gewinnen?
Erzählt mir ein wenig, was ihr heuer in der Adventszeit gebacken habt und verratet mir euer liebstes Weihnachtsgebäck. Bitte schreibt einen Kommentar unter das Gewinnspiel und füllt das unten stehende Formular aus, wo ihr neben dem Kommentar noch eure Kontaktdaten angebt, damit ich gleich nach der Ziehung versenden kann.


Nun zum "Kleingedruckten", wenn ihr das Buch gerne gewinnen möchtet:

·                     Ihr habt die Möglichkeit, ab sofort, bis zum 22.12.2013 um Mitternacht, teilzunehmen. Den Gewinner werde ich am 23. Dezember per random.org ziehen und hier posten. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
·                     Ihr könnt teilnehmen, wenn ihr mindestens 18 Jahre alt seid, eine Postadresse in Deutschland habt und das unten stehende Kontaktformular vollständig ausfüllt, Betreff: "Vorfreude".


Selbstverständlich werden eure Daten ausschließlich für dieses Gewinnspiel verwendet und nicht weitergegeben. Sobald der Gewinner ermittelt ist, werden alle für diese Aktion gespeicherten Adressen gelöscht.
Nun freue ich mich auf zahlreiche Antworten von euch und wünsche allen Teilnehmern viel Glück. 


foxyform

Freitag, 13. Dezember 2013

Backen zur Weihnachtszeit - Ingrid Pernkopf, Renate Wagner-Wittula


Gerade jetzt in der Adventszeit wird in vielen Haushalten gebacken. Rezepte gibt es viele, in manchen Familien werden sie von Generation zu Generation weiter vererbt. Manchmal möchte man etwas Neues ausprobieren, und das kann schnell zu einer Enttäuschung werden, wenn man ein Rezept erwischt, das nicht geprüft wurde. Da wünscht man sich doch ein Backbuch, auf das man sich verlassen kann. Großformatig, mit 350 Seiten und ca. 400 Rezepten, ist nun im Pichler Verlag ein Weihnachts-Backbuch erschienen, das keine Wünsche offen lässt. Es ist das umfangreichste Werk, das ich zum Thema Weihnachtsbäckerei jemals gesehen habe!
Gleich am Anfang des Buches geben die Autorinnen viele gute Ratschläge, die das Backen einfacher machen und ein optimales Ergebnis versprechen. Diese insgesamt 25 Tipps wurden zusätzlich auf eine abwischbare Karte gedruckt, so dass man sie einerseits direkt an der Arbeitsfläche zur Hand hat, wenn ein Problem auftaucht, andererseits kann man diese Karte auch prima als Lesezeichen nutzen.

Dann geht es auch schon mit den Rezepten los:
Sie sind thematisch übersichtlich in mehreren Kapiteln zusammengefasst. Von klassischen bis hin zu trendigen Rezepten, von zart bis knusprig, süß und sogar herzhaft bekommt man hier eine riesige Vielfalt an Plätzchen (oder Keksen, wie sie in Österreich heißen) geboten. Es gibt nicht nur eine Art Vanillekipferl, sondern man findet im Buch gleich mehrere Varianten davon, daneben auch Schokoladenkipferl oder Burgenländer Kipferl.
Eine große Vielfalt an verschiedenen Lebkuchen ist ebenso zu finden wie ein extra Kapitel für Stollen und Früchtebrot. Auch Pralinen und Konfekt wurde ein ausführlicher Beitrag gewidmet.
Viele der gezeigten Grundrezepte animieren dazu, eigene Plätzchenschöpfungen zu kreieren oder Neues auszuprobieren. Praktische Tipps, direkt bei den Rezepten, für eigene Variationen oder den Austausch einzelner Zutaten, machen es leicht, verschiedene Ausführungen zu backen.
Es gibt raffinierte Rezepte, an die sich eher erfahrene Bäcker(innen) wagen sollten, aber es sind auch die unkomplizierten Anleitungen dabei, nach denen man gut und schnell auch mit Kindern gemeinsam backen kann.
Die Zusammenstellung und Ausführung dieses Buches ist wirklich sehr gut gelungen, denn schon beim ersten Durchblättern sprechen die zahlreichen farbigen Abbildungen für sich und machen Lust darauf, die Rezepte auszuprobieren.
Um den selbst gebackenen Köstlichkeiten den letzten Schliff zu verleihen, findet man auch noch jeden Menge Anregungen zu Füllungen und Glasuren, die man nicht nur für Weihnachtsgebäck, sondern eigentlich rund ums Jahr nutzen kann. Damit bei der Weihnachtsbäckerei nach Möglichkeit nichts schief geht, haben die Autorinnen im Anhang noch reichlich Informationen, bezüglich der Auswahl passender Gerätschaften und der Zutaten. Auch findet man dort ein Pannen-ABC und Tipps für die Resteverwertung.
Es macht richtig Spaß, mit diesen Rezepten zu arbeiten, denn man hat die Gewissheit, dass alle ausgiebig von den Autorinnen getestet und für gut befunden worden sind. Neben deren erprobten und bewährten Hausrezepten kommt man zusätzlich in den Genuss, zu backen wie die Profis, denn auch das Weihnachtsgebäck diverser Starköche und prominenter Konditoren hat seinen Platz in dieser umfangreichen Sammlung gefunden.
Linzer Augen (bei mir Linzer Sterne)

Elisenlebkuchen

Christstollen
Nicht nur für den Eigenbedarf ist dieses Buch ein toller und kompetenter Ratgeber, sondern es eignet sich durch die hochwertige Ausstattung auch hervorragend als Geschenk.




Dienstag, 26. November 2013

Weihnachtskarten

In den letzten Tagen habe ich eine neue Technik für Weihnachtskarten ausprobiert, sie nennt sich "Triple-Layer-Card".
Wie sie gestempelt und gebastelt wird, seht ihr in diesem  Tutorial
Mir gefällt diese Karten-Art sehr, denn sie ist einfach und doch effektvoll.
Hier sind meine ersten Versuche:

   

    

Freitag, 22. November 2013

Häkelmütze

Eine gehäkelte Mütze war der Wunsch meiner Tochter, und sie hatte sich auch schon das passende Garn ausgesucht. Sie wollte gerne reine Baumwolle, weil sich bei den Wollmischungen mit Synthetik die Haare immer so aufladen. Also hat sie sich für Catania Grande in den Farben "Clematis" und "Leinen" entschieden.



Gehäkelt habe ich mit Nadelstärke 4,5 und mich dabei grob nach dieser Anleitung gerichtet:
Sie stammt aus diesem Buch:


Allerdings habe ich 10 Maschen mehr zugenommen, da mein Garn dünner war als das angegebene. Auch habe ich die Mütze länger gestrickt, damit sie etwas weiter über die Ohren geht, ganz nach Wunsch der Trägerin. Ich habe nach jeweils drei Reihen halben Stäbchen die Farbe gewechselt. Die Abschlussreihe ist in der umgekehrten Richtung mit festen Maschen genadelt, wie angegeben; dadurch bekommt die Mütze einen noch besseren Sitz, weil der Rand etwas fester wird. Und so sieht sie nun aus:

Eigentlich soll sie noch eine Bommel bekommen, aber ich habe meine Zweifel, ob eine Bommel aus Baumwollgarn so schön wird. Wir werden es am Wochenende ausprobieren, ansonsten muss ich zusehen, dass ich in einer passenden Farbe noch ein wenig Wolle finde.

Ansonsten habe ich zurzeit leider nichts zu zeigen. Es ist zwar noch einiges in Arbeit, in der Weihnachts-Wichtel-Werkstatt, aber das braucht noch ein wenig Zeit, bis ich damit fertig bin.

Montag, 18. November 2013

Brotbacken für Eilige - Angelika Kirchmaier


Mein eigenes Brot backen, in meiner ganz normalen Küche, ohne großen Material- und Zeitaufwand und ohne lange Vorbereitungen, das entspricht genau meiner Vorstellung. Daher war ich sehr neugierig auf Angelika Kirchmaiers neues Buch „Brotbacken für Eilige“.
Schon beim ersten Durchblättern lief mir das Wasser im Mund zusammen, denn auf 191 Seiten findet man hier eine Vielfalt an Rezepten, die toll klingen, bei näherer Betrachtung aber sehr unkompliziert in der Durchführung sind. Wenn man die Fotos sieht, möchte man am liebsten alles sofort ausprobieren. Es ist eine bunte Mischung vertreten, angefangen von dünnen, knusprigen Fladen, über eine große Auswahl an Brötchen und Broten, bis hin zu herzhaftem Brot-Gugelhupf. Auch die Herstellung von Laugengebäck wird genau beschrieben.
Originelle Zutaten geben den Brotspezialitäten Pfiff, sind aber nicht schwer zu bekommen. Beispielsweise findet man die Anleitung für einen Sauerkraut-Gugelhupf, ein Chili-Con-Carne-Brot, Bulgurbrot oder für ein Brot mit Speck und Linsen. Auch Süßschnäbel kommen auf ihre Kosten und können sich an so herrlichen Leckereien wie Schoko-Zimt-Brot, Rosinenbrot oder Bananesplit-Brot erfreuen.
Die Zubereitung ist verblüffend einfach. Man benötigt keine Küchenmaschine, sondern sollte die Zutaten mit einer Gabel mischen und den Teig mit einem Schaber verarbeiten.
Als Treibmittel sind Backpulver oder Hefe eingesetzt, und mit vielen einfachen Tipps und Tricks der Autorin wird man durch das Rezept geführt. Ausführliche Hinweise rund ums Brot, von den geeigneten Zutaten über die Herstellung bis zur Aufbewahrung, sorgen für gutes Gelingen. Alles wird Schritt für Schritt, anhand vieler Farbfotos, genau erklärt. Als Brotform können Kuchenformen verwendet werden, zur Not tut es aber auch eine Auflaufform. Sogar Tassenbrötchen werden vorgestellt.

Besonders neugierig war ich auf die Dinkel-Pfannenbrötchen, denn das konnte ich mir anfangs gar nicht vorstellen, meine Brötchen in der Bratpfanne auf dem Herd zu backen. Ich habe es gleich ausprobiert und muss sagen, die kleinen Semmeln sind lecker und schnell gemacht. Man sollte sie möglichst ganz frisch und noch ein wenig warm genießen, und ich werde sie sicher künftig öfter an Sonn- und Feiertagen einsetzen, denn im Vergleich zu Aufbackbrötchen aus dem Supermarkt sind diese Gebäckteile aus Dinkelvollkornmehl auf jeden Fall die bessere Wahl.







Im Anhang findet man noch ein Kapitel „Pannenhilfe“, mit praktischen Ratschlägen, für den Fall, dass einmal etwas nicht auf Anhieb gelingt. Zu allen Rezepten gibt es auch die genauen Nährwertangaben.

Wie schon anfangs erwähnt, wendet sich dieses Buch an Hobbybäcker und Leute, die gerne Neues ausprobieren, selbst gebackene Brötchen und Brote lieben, dafür aber nicht den ganzen Tag in der Küche verbringen wollen. Auch für Veganer und Menschen mit Lebensmittelallergien sowie für Diabetiker bietet das Buch eine gute Möglichkeit, sich ein individuelles, gesundes und optimal verträgliches Brotrezept zusammenzustellen.
Die gut durchdachten und geprüften Rezepte bieten viel Genuss mit nur geringem Aufwand.

Herzlichen Dank an den Pichler Verlag und Literaturtest für die Überlassung des Rezensionsexemplars.


Dienstag, 12. November 2013

Let's Bake - Cynthia Barcomi


Let’s Bake von Cynthia Barcomi ist das Backbuch, das ich in den letzten Wochen und Monaten wohl am häufigsten zur Hand genommen habe.

Ein Button auf dem Einband verspricht: 70 wundervolle Back-Rezepte, die perfekt gelingen!
Dieser Einschätzung kann ich von Herzen zustimmen, denn auch mich konnte dieses Backbuch überzeugen. Man findet Kuchen ganz unterschiedlicher Art darin, von einfach bis kompliziert, von klein bis groß. Mich hat ganz besonders die Tatsache begeistert, dass sehr viele Rezepte für kleine süße Teilchen enthalten sind. Das vorgestellte Gebäck lässt größtenteils auf die amerikanischen Wurzeln der Autorin schließen, denn man findet hier so verführerische Überschriften wie „Lemon Whoopie Pies“, „Sunshine White Chocolate Cheesecake“ oder Brownies in allen möglichen Variationen. Mir gefällt es, Neues auszuprobieren und ein wenig frischen Wind in die traditionelle deutsche Backkultur zu bringen, wobei ich die neuen Rezepte nicht als Ersatz, sondern als gute Ergänzung sehe. So entstehen in meiner Küche Marmorkuchen und Zwetschgendatschi in trauter Nachbarschaft mit Pancakes, Scones und Cupcakes.
Schon die Einführung hat Interessantes zu bieten, denn hier erfährt man viel über die Eigenschaften diverser Gebäcke, zu Backofeneinstellungen und Temperaturwahl, und man erhält Tipps zu Backformen oder wie ein Frosting gut gelingt. Auch verrät Cynthia Barcomi, wie man sich sein natürliches Vanilleextrakt ganz einfach selbst herstellen kann.

Jedes Rezept ist mindestens mit einem aussagekräftigen Foto versehen und übersichtlich angeordnet. Man hat links eine Spalte mit den benötigten Zutaten und mit einer Empfehlung für die ideale Backform, daneben ist die Zubereitung in einzelnen Schritten beschrieben und gut nachvollziehbar.

Nun zu meinen Lieblingsrezepten, die ich ausprobiert habe (Auf manche komme ich immer wieder gerne zurück und bin schon zum „Wiederholungstäter“ geworden:

Cookies mit Haferflocken, Schokolade und Kirschen – In Ermangelung getrockneter Kirschen habe ich kurzerhand Cranberrys verwendet. Das Ergebnis war sehr lecker; die Cookies blieben auch längere Zeit richtig schön knusprig und schmeckten auch nach Tagen noch wie frisch gebacken.


Chocolate Chip Cookies – Die sind eindeutig der Familien-Favorit, so richtig schön schokoladig und dabei nicht zu süß, da sie mit dunkler Schokolade gebacken werden.


Blaubeer-Bananen-Muffins – Sie konnten erst auf den zweiten Biss so richtig überzeugen. Kurz nach dem Backen haben sie zwar auch schon gut geschmeckt, aber nachdem sie über Nacht ruhen konnten, war am nächsten Tag das Bananen-Aroma voll da.


Klassiche Brownies – Sie schmecken phantastisch, nur die Form macht mir Probleme, denn die Brownies brechen beim Schneiden. Am besten genießt man sie mit geschlossenen Augen ;-)


Auch Scones habe ich gebacken, konnte aber anfangs die Schwärmerei der Autorin für dieses Gebäck nicht nachempfinden. Frisch aus dem Ofen schmeckten sie eigentlich nur süß und ein wenig mehlig. Erst ein mehrtätiger Tiefkühlschlaf und ein kurzes Aufbacken danach verhalfen diesen „Buttermilk-Bisquits“ zu ihrer Höchstform.



Insgesamt finde ich das Konzept dieses Bachbuches sehr gelungen. Allein die optische Gestaltung ist ein Genuss und verführt dazu, die vielen leckeren Sachen auszuprobieren. Die meisten Kuchen sind ziemlich gehaltvoll und mit einer üppigen Vielfalt an Zutaten gebacken. Man sollte dieses schöne Buch also nicht unbedingt während einer Diät durchblättern, denn der Verzicht fällt sehr schwer.




Montag, 28. Oktober 2013

Schmankerln aus dem Bauernjahr - Irmengard M. Hofmann, Abt em. Berthold Heigl OSB

Was Bauern und Mönche gerne essen

Es ein Kochbuch zu nennen wäre reichlich untertrieben. Ich würde „Schmankerln aus dem Bauernjahr“ vielmehr als kulinarisches Jahrbuch bezeichnen, denn es sind nicht nur jede Menge Rezepte enthalten, sondern daneben auch viele kleine Geschichten und Anekdoten sowie Erläuterungen von Gebräuchen, rund ums Bauern- und Kirchenjahr.
Alles ist schön übersichtlich nach Jahreszeiten geordnet, und die Rezepte orientieren sich an den kirchlichen Festen. Es finden sich für jede Saison die passenden Gerichte, abgestimmt mit den Zutaten, die zur jeweiligen Zeit gerade in Fülle vorhanden sind.
Die einzelnen Kapitel werden immer mit einem doppelseitigen, nostalgischen Gemälde eingeleitet und enthalten die Rezepte für einen oder zwei Monate. Natürlich sind auch Gerichte beschrieben, die man durchaus das ganze Jahr über zubereiten kann und die immer schmecken.
Bisher habe ich drei Spezialitäten aus dem Buch ausprobiert und war in jedem Fall begeistert.
So gab es kürzlich bei uns die „Wadschunken in würziger Rotweinsoße“, dazu ein fruchtig-würziges Rotkraut, welches ebenfalls mit Rotwein zubereitet wurde. Es passte ganz hervorragend zusammen und hat,  mit Semmelknödeln serviert, ausgezeichnet geschmeckt.

 

Auch mit dem warmen Apfel-Birnen-Kuchen, der im September-Kapitel empfohlen wird, habe ich meine Lieben verwöhnt und bin sehr angetan von diesem unkomplizierten und zugleich so leckeren Backrezept.


Beim Schmökern im Buch habe ich noch jede Menge feiner Sachen entdeckt, die ich in nächster Zeit ausprobieren möchte. Ob es etwas Deftiges, Warmes sein soll, wie die Kärntner Kassuppn, die Erdäpfelmaultaschen oder der Rollgerstltopf, oder ob man sich auf etwas Süßes freut, wie Topfennockerl auf Weichselspiegel, saftigen Mohngugelhupf oder die festliche Weihnachtstorte, hier hat man eine Vielfalt an traditionellen Gerichten, die zum großen Teil durchaus einfach nachzukochen sind, dabei jedoch durch gute und frische Zutaten zu einem kulinarischen Erlebnis werden. Für Feiertage und andere Festlichkeiten darf es dann durchaus ein wenig üppiger und komplizierter sein, wobei sich die meisten Gerichte auf wenige, leicht erhältliche Zutaten beschränken.
Da es sich um österreichische Schmankerl handelt, bin ich sehr froh, im Anhang ein Glossar zu haben, wo alle besonderen Begriffe erklärt sind. Dort habe ich dann erfahren, dass es sich bei den oben genannten „Wadschunken“ um Rinderwade handelt und dass man unter „Röster“ ein Kompott oder Mus versteht.
Glücklicherweise gibt es zu vielen Rezepten auch farbige Fotos, so dass man schon beim Betrachten Lust aufs Kochen oder Backen bekommt und auch vorab genau weiß, wie das fertige Gericht aussehen sollte und wie man es besonders hübsch anrichten kann. Leider sind nicht alle Speisen abgebildet. Bei Suppen oder Kohlgerichten ist das auch nicht unbedingt notwendig, denn das kann man sich auch so gut vorstellen. Vermisst habe ich ein Foto aber beispielsweise beim Allerheiligenstriezel, den ich gerne backen möchte. Im Rezept ist nur beschrieben, wie man in Etagen Zöpfe aus  mehreren Strängen zusammensetzt, aber um mir das Ergebnis vorstellen zu können, musste ich dann doch Google bemühen.

Das ist aber schon mein einziger Kritikpunkt, denn ansonsten bin ich von diesem Buch absolut begeistert und werde es sicher immer wieder zur Hand nehmen, wenn es darum geht, etwas Besonderes auf den Tisch zu bringen, das zur Jahreszeit passt, aus heimischen Zutaten bereitet wird und bodenständig-traditionell ist. 


Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Pichler Verlag und an Literaturtest.




Freitag, 13. September 2013

Süße Cremes, Mousses und Sorbets - Desserts aus Blüten, Früchten und Schokolade - Andrea Grossmann


Schon der erste Blick zeigt, dass dieses Buch etwas Besonderes ist. Beim Durchblättern kann man sich von den ausdrucksstarken Bildern inspirieren lassen, die Lust darauf machen, die Rezepte auszuprobieren.
Es gibt drei große Kapitel im Buch, jeweils für Rezepte mit Blüten, mit Früchten und mit Schokolade. Für alle Jahreszeiten ist etwas dabei.
Es gibt viel zu entdecken, beginnend mit Apfelblütengelee und Löwenzahnblüten-Panna Cotta, bis hin zu Köstlichkeiten für kältere Tage, wie zum Beispiel heiße, weiße Schokolade mit weißem Rum, flüssiges Schokoladentörtchen oder raffinierte Trüffel-Kompositionen.
Alle Rezepte sind wunderschön und edel, mit zahlreichen Fotos, dargestellt.

Es sind keine Alltagsrezepte, sondern raffinierte Desserts, mit zum Teil außergewöhnlichen Zutaten, aufwändig dekoriert und für besondere Gelegenheiten. In der Art wie sie für die Bilder im Buch angerichtet sind, wird man sie eher zu Familienfeiern, an Festtagen oder für Gäste servieren. Es sind aber durchaus auch Desserts dabei, die sich schnell und vielleicht mit kleinen Abwandlungen herstellen lassen und dann auch durchaus alltagstauglich werden
Viele der vorgestellten Desserts sind mit alkoholischen Komponenten zubereitet und enthalten relativ viel Zucker oder Fett. 


Als ich den Erdbeershake mit Joghurtmousse zuerst ausprobiert habe, richtete ich mich bei den Zutaten sehr genau nach den angegebenen Mengen und muss gestehen, obwohl ich eigentlich eine richtige Naschkatze bin, empfand ich das Ergebnis als sehr süß. Mein zweiter Versuch, mit ca. 1/3 weniger Zucker, war dann perfekt und lecker. Das ist natürlich immer Geschmackssache, und die Vorlieben sind ja individuell. Ich werde eben künftig etwas zurückhaltender beim Süßen sein und mich langsam an die für mich perfekte Zusammenstellung herantasten.
Wenn man das besondere Dessert sucht und es ruhig mal etwas üppiger sein darf, kann man hier auf jeden Fall auf eine Menge toller Rezepte und Tipps sowie viele Anregungen für die ansprechende Präsentation zugreifen.

Über die Köchin und Autorin:
Andrea Grossmann, die charmante österreichische Haubenköchin und preisgekrönte Kochbuchautorin, sprüht nicht nur in der Küche ihrer eigenen Hotels vor Kreativität. Vor allem spürt man ihre Leidenschaft für Dessertkreationen, bei denen sie es zu wahrer Meisterschaft gebracht hat. In ihrem Buch „Süße Cremes, Mousses und Sorbets“ (Edition Styria) verrät sie ihre schönsten Rezepte und gleich noch dazu, wie man aus wenigen guten Zutaten ganz einfach zu Hause all die süßen Köstlichkeiten zaubert, mit denen sie ihre Gäste so erfolgreich verwöhnt.


Herzlichen Dank an die Verlagsgruppe Styria und an Literaturtest, für die Überlassung des Rezensionsexemplars.

Freitag, 30. August 2013

Orchideen - gestalten, pflanzen, pflegen


Ich liebe Orchideen und habe daher auch einige dieser faszinierenden Pflanzen auf meinen Fensterbänken, vorzugsweise Phalaenopsis, weil diese Sorte sich im normalen Zimmer einigermaßen problemlos kultivieren lässt. Natürlich möchte ich meinen Schmetterlingsorchideen die bestmögliche Pflege angedeihen lassen, um lange Freude an ihnen zu haben. So war es nahe liegend, mich auch mit der entsprechenden Literatur zu befassen. Da ich mit den Kosmos-Büchern bisher nur die allerbesten Erfahrungen gemacht habe, fiel meine Wahl auch zu diesem Thema auf den neuen, handlichen Ratgeber des Verlags.


Das Buch ist in drei große Abschnitte eingeteilt: Inspiration, Praxis und Porträts. Zu jedem dieser Hauptthemen gibt es eine Seite für den schnellen Überblick, von wo aus man gleich, mit den entsprechenden Seitenzahlen, zum Kapitel „Alles Wissenswerte“ weitergeleitet wird, wenn man Hilfe und Rat zu einem speziellen Problem sucht. Im dritten Schritt „Alle Extras“ erhält man noch zusätzliche Anregungen, beispielsweise wie man mit Kindern, aus einem Terrarium, ein Zuhause für Mini-Orchideen einrichten und dekorativ gestalten kann.
Mein besonderes Interesse gilt in diesem Buch dem Abschnitt über die Orchideenpflege. Hier erfährt man nicht nur alles über geeignete Substrate und Standorte, über das richtige Gießen und Umtopfen, sondern es beginnt schon, wenn man eine neue Pflanze erwerben möchte. Hier erhält man kompetenten Rat eines Experten, worauf man beim Kauf achten sollte.
Es gibt im Buch auch jeweils ein extra Kapitel über Krankheiten und Schädlinge oder über die Vermehrung der Orchideen.
Überall im Buch sind QR-Codes zu finden, die zu weiteren Infos und kleinen Filmen führen.  Glücklicherweise sind hier auch die jeweiligen Links angegeben, so dass man diese Extras auch ansehen kann, wenn man keine Möglichkeit hat, die Codes zu scannen.
Besonders die Videos zum Umtopfen finde ich sehr hilfreich, denn gerade zu diesem Thema konnte ich gute Tipps entdecken und Neues lernen.
Aber ich nehme das Buch auch zwischendurch gerne zur Hand, wenn ich keine Hilfe benötige, denn es ist reich bebildert, und im dritten Teil, bei den Porträts kann man neue Sorten kennenlernen oder auch einfach nur die wunderschönen Fotos betrachten.

Ich finde, dass dieses kleine und vielfältige Buch gerade für Anfänger in Sachen Orchideenpflege sehr viel zu bieten hat und auch eine gute Unterstützung für diejenigen bietet, die nicht gerade reich mit dem „grünen Daumen“ gesegnet  sind.


Freitag, 23. August 2013

Spindelfutter

Die Abende werden langsam kühler, und ich habe wieder richtig Lust auf das Werkeln mit Wolle bekommen. Da ich kaum noch Spinnfasern im Haus hatte, habe ich kurz entschlossen eine kleine Bestellung beim Wollschaf getätigt. Die Bestellung war innerhalb von zwei Tagen da, ein super Service. Ich habe mich diesmal ausschließlich für ungefärbte Naturwolle entschieden. Links oben der graue Kammzug ist ein Corridale, links unten ist schottische Wolle, und die Faser rechts im Bild ist vom Jakobsschaf. Diese habe ich schon angesponnen und probiere damit auch erstmals das Navajozwirnen. Ich denke, dass der Farbverlauf so besonders gut wirkt. Wie ihr seht, konnte ich auch an der schönen Kromski-Spindel nicht vorbeigehen. Sie ist recht schwer, und ich bin schon gespannt wie sich damit arbeiten lässt. Meine ersten Spinn-Ergebnisse erfahrt ihr dann in den nächsten Tagen, und ich gehe nun wieder zu meiner neuen Wolle ;-)  
Bis bald.........

Nachtrag am 24. August 2013, 20 Uhr
Es war klar, dass ich heute schon ein wenig spinnen "musste", denn ich war ungeheuer gespannt, wie sich die Fasern verarbeiten, und so habe ich gleich die schottische Wolle auf die Kromski-Spindel genommen. Auf dem Foto ist meine heutige Balkonbeschäftigung zu sehen. Diese Faser spinnt sich wie Butter, ich bin begeistert, denn auch im versponnenen Zustand ist die Wolle noch schön weich. 


Mittwoch, 10. Juli 2013

Hurra, es wächst! Tolle Projekte für kleine Gärtner


Man muss keinen großen Garten haben, um die zahlreichen Tipps und Anregungen durchzuführen, die dieses schön aufgemachte Buch zu bieten hat. Ein Balkonkasten oder größerer Blumentopf sind für die ersten Versuche durchaus genug, denn frische Kräuter oder Sprossen gedeihen schon auf kleinstem Raum und bieten eine vitaminreiche Ergänzung für Salate oder Dips.
Zwar wenden sich die ersten Kapitel ausschließlich an kleine Gärtner, denen ein richtiges Beet zur Verfügung steht, denn da geht es darum, den Boden zu prüfen und die Erde vorzubereiten. Anregungen gibt es auch für die Einrichtung eines eigenen Hochbeets, sei es mit einem Bausatz oder auch mit selbst zusammengestellten Mitteln. Ein weiteres Thema, das mit einem extra Kapitel behandelt wird, befasst sich mit der Kompostierung von Küchenabfällen. Auch das ist ein spannender Bereich, der den Kindern neue Sichtweisen bietet.
Es folgen ausführliche Tipps für Zusammenstellungen kleiner Pflanzungen, die auch gut in einem Topf oder einer Schale gedeihen. Die jungen Gärtner erfahren alles über die Anzucht der Pflänzchen aus Samen oder Stecklingen und wie man die jungen Sämlinge pflegt.
Die Ratschläge sind vielfältig und kindgerecht. Sogar die Möglichkeit, wie man Kartoffeln in einem Sack anbauen kann, wird aufgezeigt. Wenn es ums Ernten der eigenen Erzeugnisse geht, ist auch immer gleich ein kulinarischer Tipp dabei, was man beispielsweise mit dem Knoblauch, den Beeren oder dem Kürbis machen kann. Einfache Rezepte findet man gleich in den jeweiligen Kapiteln. Für Kinder bieten sich da spannende Möglichkeiten, neue Geschmacksrichtungen kennen und lieben zu lernen, denn Gemüse schmeckt doch gleich viel besser, wenn man es selbst gezogen hat. Manches können die jungen Gärtner schon allein bewerkstelligen, für andere Ideen braucht es die Mithilfe der Eltern. So wird der Garten zum Familienprojekt, wo alle zusammenhelfen und dann die Früchte der gemeinsamen Arbeit genießen können. Weitere spannende Anregungen gibt es dazu, wie man Anzuchttöpfchen selber machen kann, wie man ein Wildbienenhotel baut oder Vogelhäuschen und Futter selbst herstellt. Das wären tolle Beschäftigungen für Tage mit schlechtem Wetter.
Ein wichtiges Thema ist der Umgang mit Tieren, die den mühsam gehegten Pflänzchen oder den Früchten schaden könnten. Hier gibt es zahlreiche Ratschläge, für ein natürliches Gleichgewicht zu sorgen und die Sache giftfrei anzugehen.
Eine Maßnahme sehe ich jedoch kritisch, denn es wird unter anderem der Bau einer Bierfalle für Schnecken empfohlen. Damit bin ich ganz und gar nicht einverstanden, denn einerseits lockt man damit nur die Schnecken aus der ganzen Nachbarschaft zusätzlich in den eigenen Garten, wenn diese das „Freibier“ riechen, andererseits finde ich es nicht sehr sinnvoll, die Schnecken dann jämmerlich ertrinken zu lassen. Es gibt wirklich bessere und humanere Methoden, den Tierchen den Appetit zu verderben; da baue ich doch lieber Schneckenbarrieren (die glücklicherweise auch empfohlen werden), um Schnecken davon abzuhalten, meine Pflanzen kahl zu fressen. Diese Einstellung würde ich auch Kindern vermitteln, die sich fürs Gärtnern interessieren. Das ist aber auch der einzige Punkt, den ich als negativ empfunden habe. Ansonsten ist es ein umfassendes und wertvolles Buch, das Kindern von 5 bis 11 Jahren das Interesse und die Freude am Gärtnern und an der Natur vielseitig vermittelt. 


Donnerstag, 27. Juni 2013

Gehäkelt und gerührt

Da das Überraschungspäckchen nun angekommen ist, kann ich auch zeigen, was mir zuletzt von der Häkelnadel gehüpft ist: Die kleine Schildkröte.
Die Anleitung dazu ist aus dem Buch "Maschenglück", das ich im vergangenen Herbst schon ausführlich vorgestellt habe. 



Auch gerührt habe ich ein wenig. Zwar lasse ich mich zurzeit gerne von diversten Neuheiten auf dem Naturkosmetik-Markt verführen und habe daher schon länger keine Creme mehr gemacht, aber ein Bodysplash, wie ich es gerne im Sommer benutze, gibt es in dieser Art nicht zu kaufen, zumindest habe ich noch nichts in dieser Art in den Geschäften entdeckt. Also ist Selbermachen angesagt ;-)

Die Bodysprays, die man käuflich erwerben kann, sind meist reine Duftwässerchen, ohne pflegende Komponenten. Ich mag gerne beides in einem, denn so spart man sich im Sommer das lästige Eincremen und  gibt der Haut trotzdem ein wenig Pflege und zugleich Erfrischung.

Mein Bodysplash besteht zu 60 % aus Pflanzenhydrolat (Lavendelhydrolat), 30 % Pflanzenöl (Jojobaöl), 10 % Aloe Vera und einer kleinen Menge Alkohol zum Konservieren. Beduftet habe ich es mit etwas Parfumöl Hawaiiflower und Fresh Mango, und damit es eine milchige Emulsion ergibt, mische ich noch etwas Fluidlecithin darunter. Zwar emulgiert die Flüssigkeit nicht völlig, und man muss vor Gebrauch immer mal wieder schütteln, aber diese Mischung verträgt meine Haut gut, und durch den hohen Anteil an Hydrolat ist es auch sehr erfrischend an heißen Tagen. Wenn man es kühlend mag, kann man noch ein paar Mentholkristalle vorab im Alkohol auflösen und mit zur Mischung geben.

Freitag, 17. Mai 2013

Mandelmilch selbst gemacht

Fertige Mandelmilch ist im Handel ziemlich teuer. Darum hatte ich mir schon länger überlegt, sie selbst zu machen. Vor einiger Zeit habe ich versucht, Cashew-Sahne herzustellen. Die Konsistenz war sehr schön, aber der Geschmack hat mich dann doch nicht überzeugt; es schmeckte sehr intensiv und irgendwie "rauchig". Aber ich werde das auf jeden Fall noch mit anderen Nüssen testen.
Als kürzlich das Thema "Mandelmilch" im Newsletter von Eat Smarter zur Sprache kam, war das für mich der Auslöser, die Sache endlich selbst anzugehen. Ich habe die Menge halbiert und vorerst einen halben Liter zum Probieren gemacht. Dabei bin ich größtenteils vorgegangen, wie bei "Eat Smarter" beschrieben, habe jedoch den Agavendicksaft weggelassen, dafür aber eine Prise Salz und etwas gemahlene Vanilleschote dazu gegeben. Mein Moulinex Soup & Co. ist bestens geeignet für die Herstellung. HIER habe ich auch das genaue Rezept und meine Vorgehensweise nochmal gepostet.
Mit meinem Ergebnis war ich sehr zufrieden. Da ich die Schalen mit gemixt habe, schmeckte die Mandelmilch ziemlich intensiv, und ich denke, das lässt sich nach Belieben variieren, indem man geschälte Mandeln benutzt. Trotz der enthaltenen Schalen war die fertige Milch schön hell, eigentlich fast weiß.


Es lohnt sich wirklich, gleich einen ganzen Liter zu machen, denn mein Krug war nullkommanix leer. ;-)

Übrigens - es wäre schade, die ausgepresste Mandelmasse wegzuwerfen. Ich habe irgendwo den Tipp gelesen, dass man das Mus zum Backen verwenden kann, in allen Rezepten, wo gemahlene Mandeln oder Nüsse gebraucht werden. Da ich gerade kein geeignetes Back-Projekt geplant hatte, habe ich die Mandelmasse heute in einen Eierkuchenteig gegeben (halbe Menge Mandeln und halbe Menge Dinkelmehl). Das war auch sehr lecker. Mandelmilch und die "Folgeprodukte" wird es nun öfter bei uns geben, denn sie ist sowohl lecker als auch gesund und nicht nur für Vegetarier ideal, sondern für alle, die öfter mal bewusst auf tierische Produkte verzichten wollen.

Montag, 29. April 2013

Kochen für Teilzeit-Vegetarier v. Martin Kintrup


Für mich stellt sich täglich die Aufgabe, eine „Mischfamilie“ in Sachen Ernährungsgewohnheiten zu bekochen, und um jedem gerecht zu werden, ist das manchmal eine ziemliche Gratwanderung. Meine Tochter ernährt sich ovo-lacto-vegetarisch, während mein Mann sehr gerne Fleisch isst. Ich stehe irgendwo dazuwischen, und aus diesem Grund hat der Titel des Kochbuchs „Teilzeit-Vegetarier“ gleich mein Interesse geweckt.

Es enthält fünf große Kapitel:
  • Salate,
  • Suppen und Eintöpfe,
  • Kartoffeln, Gemüse und Hülsenfrüchte,
  • Pasta und Nudeln sowie
  • Reis und Getreide.

Im Buch enthalten sind ca. 60 vegetarische Rezepte, zu denen es jeweils ergänzende Vorschläge gibt, wie man das Gericht für Fleischesser abwandeln könnte.  Beispielsweise wird ein bunter Salat mit Mozzarella kurzerhand zum Wurstsalat umgewandelt, indem einige der Zutaten durch Schinkenwurst ersetzt werden.  Zu Bohnen mit Kichererbsenpüree werden ergänzend Kalbsmedaillons empfohlen, oder das Frühlings-Linsengemüse kann man mit Mettwürstchen servieren. So hat man immer ein vegetarisches Basis-Gericht, das sich ohne großen Mehraufwand auch für Nicht-Vegetarier ergänzen lässt.
Andererseits findet man in dem Buch auch Gegenüberstellungen. Auf der einen Seite steht ein Rezept für Sauce Bolognese mit Hackfleisch, daneben gibt es die vegetarische Variante, eine Seitan-Gemüse-Bolognese.
Das Register ist zweckmäßig und übersichtlich. Man findet hier die Gerichte nach den Haupt-Zutaten, wobei die nicht-vegetarische Variante immer in brauner Kursivschrift gekennzeichnet ist.
Das Positive an diesem Kochbuch ist, dass Fleisch und Fisch hier als Beilagen betrachtet werden, was ja in der „konventionellen“ Küche eher umgekehrt praktiziert wird, wo Gemüse oder Salat sich leider meist mit einer Nebenrolle begnügen müssen.
„Kochen für Teilzeit-Vegetarier“ ist kein dickes Kochbuch; es umfasst „nur“ 144 Seiten. Aber es ist sinnvoll und zweckmäßig aufgebaut, und die Farbfotos zu jedem Gericht machen gleich Appetit.

 Bisher habe ich zwei Rezepte ausprobiert und war sehr zufrieden mit den Ergebnissen:
  • Zucchinicremesuppe mit Mozzarella-Tatar – hierzu wird für Nicht-Vegetarier ein Lachstatar empfohlen. Wir haben es bei der vegetarischen Variante belassen, und es hat der ganzen Familie geschmeckt.



  • Frühlingsrisotto – Statt weißem Spargel, wie im Rezept angegeben, habe ich diesmal grünen Spargel verwendet, was auch wunderbar gepasst hat. Das ist ein richtig gutes Rezept, welches nun sicher häufiger bei uns auf den Tisch kommt. Auf die Anregung, hierzu eine Speck-Hähnchenbrust zu servieren, hat sogar mein Mann frohen Herzens verzichtet und war mit seiner vegetarischen Portion Risotto sehr zufrieden. 


Für Familien, wo für Vegetarier und auch Fleischesser gekocht wird oder wenn ein Vegetarier auch ab und zu nicht-vegetarische Gäste bewirten möchte, ist dieses Buch ganz sicher eine Bereicherung.