Montag, 20. August 2012

Joghurt - selbst gemacht

Mein Krups Joghurtbereiter ist eines der ältesten Elektrogeräte in meinem Haushalt. Das Gerät leistet mir schon fast 30 Jahre treue Dienste und ist regelmäßig im Einsatz, denn selbst gemachtes Joghurt schmeckt der ganzen Familie besonders gut.

Ich setze mein Joghurt folgendermaßen an:
1 Liter H-Milch 3,5 % Fett und ein Becher Naturjoghurt, ebenfalls 3,5 % Fett mit dem Schneebesen gut verrühren. Dazu gebe ich noch zwei Eßlöffel Magermilchpulver, das macht das Endprodukt fester. Wenn ich es gerade vorrätig habe, gebe ich noch zwei Eßlöffel Inulin oder Oligofructose dazu, geht aber auch ohne.
Diese Mischung verrühre ich gründlich und fülle sie in sechs Joghurtgläser, die ich wie Marmeladengläser vorher sterilisiere, damit sich keine falschen Keime einschmuggeln. An meinem Joghurtbereiter lässt sich die Zeit einstellen, bis maximal 14 Stunden. Wenn die Zutaten kalt sind, lasse ich die Mischung in den Gläsern auch die volle Zeit reifen. Sind Milch und Joghurt zimmerwarm, reichen auch 12 Stunden. Anschließend kommen die Gläser noch für ein paar Stunden zum Kühlen und Nachreifen in den Kühlschrank. Benutzt man als "Starterkultur" ein stichfestes Joghurt, erhält man auch ein stichfestes Ergebnis. Meine Erfahrungen haben gezeigt, dass es jedoch nur mit Vollmilch und Vollmilchjoghurt so richtig schön fest wird, und die Zugabe von Magermilchpulver ist ratsam. Benutzt man zum Ansetzen ein cremiges Joghurt, wird auch das Endprodukt cremig. Meist mache ich auf diese Weise nur Joghurt pur und gebe weitere Zutaten erst kurz vor dem Verzehr dazu.
 Lediglich Sirup habe ich bisher gleich zugegeben. Ich mache das meist so, dass ich einen Teil der Gläser mit der reinen Joghurtmasse befülle und für zwei oder drei Gläser noch Sirup nach persönlichen Vorlieben dazu gebe. Toll schmeckt beispielsweise die Zugabe von Cranberry-Sirup oder Granatapfelsirup.
 Bei der Dosierung bin ich eher sparsam, denn ich mag Joghurt nicht so süß. Darum ist natürlich auch die Färbung nur zart rosa. Diesmal ist mein Joghurt cremig geworden, da ich für den Ansatz ein cremiges Produkt gewählt hatte.

Ich habe auch schon Schoko-Joghurt ausprobiert, indem ich Instant-Kakao unter die Joghurtmasse gerührt habe, aber das hat sich sehr abgesetzt, und das Ergebnis war lange nicht so lecker wie gekauftes Schoko-Joghurt. Nun bin ich allerdings bei einer Bloggerin auf neue Inspirationen gestoßen, und dieses Rezept von ihr werde ich ganz sicher demnächst ausprobieren:

Auch in der herzhaften Küche ist Joghurt für mich unverzichtbar.
Ich nutze mein selbst hergestelltes Joghurt sehr gerne für Dressings oder kalte Suppen.
Als ich kürzlich ein Video über Joghurt und Frischkäse gesehen habe, ist mir ein vergessenes Rezept aus einem orientalischen Kochbuch wieder eingefallen:

Labneh oder Labaneh
Es handelt sich dabei um entwässertes Joghurt, das dann eine Konsistenz wie weicher Frischkäse hat.
Dafür gebe ich den Inhalt eines Joghurtbechers in ein Sieb, das ich vorher mit einem Stück Mull, Passiertuch oder auch Kaffeefilter ausgelegt habe. Man kann gleich Salz zugeben, aber es funktioniert auch ohne. Stellt man das so gefüllte Sieb in eine Schüssel und zugedeckt in den Kühlschrank, so fängt nach kurzer Zeit die Molke an, abzutropfen. Ich lasse die Masse über Nacht im Kühlschrank stehen, und am nächsten Tag habe ich meinen fertigen Joghurt-Käse und ein Glas Molke. Die trinke ich entweder pur, oder ich mische sie mit Fruchtsaft. Auch für die Schönheitspflege kann man sie gut weiter verwenden.

Den Joghurtkäse kann man noch ein wenig ausdrücken, und dann ist er schon servierfähig. Mit Salat angerichtet und mit kalt gepresstem Olivenöl und Kräutersalz gewürzt hat man einen leichten, leckeren Brotaufstrich. Auf dem Foto habe ich noch ein wenig Gewürzblüten-Zaubersalz von Sonnentor darübergestreut. Das macht sich dekorativ und ist gleichzeitig auch noch sehr schmackhaft. Ein ideales kleines Gericht für heiße Sommertage.


Kommentare:

  1. So ein Gerät hab ich auch noch im Schrank stehen - nachdem ich bei dir jetzt mal wieder übers Joghurt machen gelesen habe - werde ich das Teil auch wieder vorholen und mal wieder Joghurt machen ;-) Danke fürs einnern ;-)
    LG Sandra

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  2. Super, so ein Gerät ist echt nicht schlecht stelle ich gerade fest.
    Ich habe dir auch gerade einen Kinderschuh-Blog-Award verliehen, obwohl dein Blog nun wirklich nicht mehr in den Kinderschuhen steckt ;)
    http://bigasblogsprechstunde.blogspot.de/2012/08/blog-award.html

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  3. Hallo Susanne,

    ich habe dieses Gerät auch schon 21 Jahre und es ist im ständigen Gebrauch. Selbstgemachten Joghurt möchte ich nicht mehr missen, die ganze familie mag ihr sehr. Ich setze ihn immer mit Vollmilch und stichfestem Vollmilchjoghurt an, mit deinen Zusätzen habe ich keine Erfahung.

    Liebe Grüße
    Gabriele

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    1. Liebe Ele,
      mit den von dir genannten Vollmilchprodukten erhält man auch wirklich das beste Resultat. Magermilchjoghurt wird einfach nicht so schön fest. Deinem Schreiben nach erhält man auch ohne Magermilchpulver ein stichfestes Ergebnis?
      Inulin bzw. Oligofructose gebe ich für zusätzlichen gesundheitlichen Nutzen dazu, da es präbiotische Ballaststoffe sind.

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  4. Joghurt mach ich auch regelmäßig selbst. Das Gerät ist ein anderes, aber auch seit vielen Jahren im Einsatz. Ich verwende auch Milch mit 3,5% und einen Löffel Joghurt auf einen Liter Milch. Daß man dann auch Käse daraus herstellen kann, wusste ich nicht und finde das ganz toll. Werde ich auf jeden Fall probieren. Vielen Dank für die Infos♥

    Liebe Grüße
    Natalie

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  5. Hallo,

    ich mache meinen Joghurt auch gerne selbst. Im Frühsommer Mixe ich meinen Joghurt mit Erdbeeren und etwas Minze und lass das ganze in meiner supertollen Eismaschine kaltruehren. Leute es gibt nichts besseres und ganz ohne Farb- und Aromastoffe.

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