Montag, 11. Juni 2012

Alles aus Holunderblüten

Auf unseren allabendlichen Spaziergängen habe ich einige Holundersträucher entdeckt, die fernab befahrener Straßen liegen und somit gut zum Verzehr geeignet sind.
Die letzten Tage standen daher für mich im Zeichen der Holunderblütenverarbeitung.

Das ist bisher entstanden:
Holunderblütengelee, wie ich es seit Jahren immer wieder mache:
0,75 l Apfelsaft, ein Päckchen (5 Gramm) Zitronensäure dazu geben und 8 bis 10 frische, vorsichtig gewaschene Blütendolden des schwarzen Holunders sowie eine in Scheiben geschnittene Bio-Zitrone darin einlegen. Dies 3 bis 4 Tage abgedeckt im Kühlschrank ziehen lassen. Anschließend den Saft durch ein Tuch oder feines Sieb filtern und mit einem Päckchen (500 g) Gelierzucker 2:1 mischen. Unter ständigem Rühren aufkochen und drei Minuten sprudelnd kochen lassen. In sterilisierte Gläser (am besten mit Twist-Off-Deckel) abfüllen, fest verschließen und 10 Minuten auf den Kopf stellen.

Holunderblütensirup, auch seit Jahren bei uns bewährt und beliebt: 
1 Liter Wasser mit 1 Kilo Zucker aufkochen und rühren, bis sich der Zucker komplett gelöst hat.
Das Zuckerwasser heiß über ca. 10 Holunderblüten-Dolden gießen, 15 Gramm Zitronensäure dazu geben und nach Geschmack Zitronenscheiben (von ungespritzten Bio-Zitronen) mit reingebn.
Nach 3 bis 4 Tagen den Sirup durch ein Sieb oder Tuch filtern, nochmal kurz aufkochen und in gut verschließbare Flaschen füllen.

Sowohl Holunderblütengelee als auch den Sirup haben wir bereits verkostet, beides ist wieder bestens gelungen und schmeckt wunderbar aromatisch.

Auf dem Blog "Aromawelten" habe ich nun entdeckt, dass man die Blütendolden vom Sirup gut noch weiter verwenden kann: Holunderblüten-Sirup mit Zweitverwendung. Nach diesem Rezept habe ich nun weißen Balsamico angesetzt (kleines Foto rechts unten). Ich bin schon gespannt, wie sich hier das Aroma entwickelt.

Außerdem habe ich gestern nochmal Holunderblüten für Gelee eingelegt, allerdings diesmal nicht mit Apfelsaft, sondern mit Orangensaft. Auf diese Variante bin ich besonders gespannt, denn das probiere ich heuer auch zum ersten Mal.

Noch mehr interessante Informationen und Rezepte rund um den Holunder findet ihr bei Eatsmarter.de

Kommentare:

  1. Das hört sich aber sehr lecker an. Meine Freundin hat letzten Mittwoch Fliederbeersaft angesetzt. Das möchte ich auch gern versuchen. Ist der Sirup dicker? Müssen die Dolden groß sein?
    Liebe Grüße
    Ariane

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  2. @Nachtgewächs,
    die Dolden müssen nicht groß sein, halt ganz normale Blütenstände. Wenn man recht kleine Dolden erwischt, nimmt man halt einfach eine oder zwei mehr.
    Der Sirup ist nicht sehr dick, hat eine ähnliche Konsistenz wie Hustensaft, also schon noch sehr flüssig. Hatte deine Freundin die Beeren für Fliederbeersaft eingefroren? Geschmacklich kann man beides nicht vergleichen, denn der Saft aus den Beeren ist säuerlich-fruchtig und kann ja unverdünnt benutzt werden. Den Sirup nimmt man eher zum Aromatisieren.
    Liebe Grüße
    Susanne

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